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Wie unterscheiden sich die unvoiced und voiced "Th"-Sounds visualisation

Wie unterscheiden sich die unvoiced und voiced "Th"-Sounds

Der Schlüssel zur perfekten englischen Aussprache: Schwierigkeiten überwinden: Wie unterscheiden sich die unvoiced und voiced "Th"-Sounds

Die unvoiced (stimmlosen) und voiced (stimmhaften) “Th”-Sounds unterscheiden sich darin, ob die Stimmbänder vibrieren oder nicht:

  • Der voiced “Th”-Sound (/ð/) wird mit Vibration der Stimmbänder produziert. Dabei berührt die Zungenspitze leicht die oberen Vorderzähne oder wird dazwischen gelegt. Ein Beispiel für diesen Klang sind Wörter wie “this”, “that” und “there”. Wenn man die Hand an den Kehlkopf legt, fühlt man die Vibration der Stimmbänder bei der Aussprache. 3, 5, 7

  • Der unvoiced “Th”-Sound (/θ/) wird ohne Stimmbandvibration erzeugt. Die Zungenspitze ist an derselben Stelle gegen die oberen Vorderzähne gelegt, aber die Stimmbänder bleiben ruhig, und es entweicht ein Hauch von Luft. Beispiele sind Wörter wie “thin”, “think” und “both”. Bei dieser Aussprache fühlt man keine Vibration am Kehlkopf, nur einen Luftstrom. 5, 7, 3

Beide Laute sind dental, das heißt die Zungenspitze berührt die Zähne, und der Hauptunterschied liegt in der Stimmlippenschwingung und der Art des Luftstroms: voiced hat Vibration und ist „weich“, unvoiced hat keine Vibration und klingt eher „hauchig“ oder „zischend“.

Wie man die “Th”-Laute gezielt übt

Das Erlernen der beiden “Th”-Sounds ist für viele Deutschsprachige (und auch Sprecher anderer Sprachen) eine Herausforderung, da dieser Laut im Deutschen zum Beispiel nicht vorkommt. Für eine korrekte Aussprache empfiehlt sich ein systematischer Ansatz:

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Produktion

  1. Zungenposition üben:
    – Lege die Zungenspitze locker zwischen die oberen Vorderzähne (oder zumindest ganz leicht dagegen).
    – Achte darauf, dass die Zunge nicht zu weit herausragt, damit der Laut nicht zu dick oder undeutlich klingt.

  2. Luftstrom kontrollieren:
    – Atme leicht aus und lasse die Luft über die Zunge und zwischen die Zähne entweichen.
    – Für /θ/ (unvoiced), blase die Luft ohne Stimmbandschwingung heraus, als würdest du eine Kerze auspusten.

  3. Stimmbänder aktivieren oder entspannen:
    – Für /ð/ (voiced), aktiviere die Stimmbänder, sodass sie vibrieren. Ein Test: Lege die Hand an den Kehlkopf und spüre die Vibration beim Aussprechen von “this”.
    – Für /θ/ bleibt der Kehlkopf ruhig.

  4. Minimalpaare üben:
    – Trainiere mit Wörtern, die sich nur im “Th”-Laut unterscheiden, z.B. “thin” (/θɪn/) vs. “then” (/ðɛn/). Dies schärft das Gehör für den Unterschied und die korrekte Artikulation.

Häufige Fehler und wie man sie vermeidet

  • “Th” als “s” oder “z” aussprechen:
    Viele Lerner ersetzen den /θ/-Laut durch ein “s” oder den /ð/-Laut durch ein “z”. Das führt zu Missverständnissen, z.B. klingt “thin” wie “sin” und “that” wie “zat”. Hier hilft gezieltes Hinhören und Korrekturfeedback.

  • Zu starke Zungenposition:
    Manche Lernende stecken die Zunge zu weit heraus oder pressen sie stark zwischen die Zähne, was den Klang unangenehm oder unnatürlich macht. Eine lockere und entspannte Haltung ist wichtiger.

  • Stimmlippenschwingung nicht erkennen:
    Das Unterscheiden der Vibration ist essentiell. Ohne dieses Bewusstsein fällt es schwer, zwischen voiced und unvoiced zu differenzieren. Das Bewusstsein für die körperliche Empfindung (Hand am Kehlkopf) fördert die Kontrolle.

Vergleich mit Lauten in anderen Sprachen

In vielen Sprachen existieren die englischen dentalen Frikative /θ/ und /ð/ nicht, was das Erlernen erschwert:

  • Deutsch: Verfügt nicht über diese Laute; oft werden sie durch “s”, “z” oder “d” ersetzt.
  • Spanisch und Italienisch: Verfügen nicht über dentale Frikative, sondern eher über ähnliche Laute wie /s/ oder /d/.
  • Russisch und Ukrainisch: Haben keine “th”-Laute und neigen dazu, sie durch /s/ oder /f/ zu ersetzen.
  • Chinesisch (Mandarin) und Japanisch: Diese Laute kommen ebenfalls nicht vor; deshalb ist das Training hier besonders wichtig für englische Lernende.

Diese Unterschiede erklären, warum deutsche Muttersprachler oft Schwierigkeiten haben, die “th”-Laute zu produzieren, und warum gezieltes Training unerlässlich ist.

Warum ist der Unterschied wichtig?

Das korrekte Aussprechen der “Th”-Laute verbessert nicht nur die Aussprachegenauigkeit, sondern auch das Hörverständnis. Viele englische Wörter unterscheiden sich nur in der Stimmhaftigkeit dieses Lautes (z. B. “thin” vs. “then”). Fehlerhafte Aussprache kann zu Missverständnissen führen oder den Sprecher als Nicht-Muttersprachler erkennen lassen.

Praktische Tipps für den Alltag

  • Hörübungen: Höre gezielt auf den Unterschied in Filmen, Podcasts oder Gesprächen.
  • Mundspiegel nutzen: Vor dem Spiegel sehen, wie die Zunge die Zähne berührt.
  • Langsam sprechen: Am Anfang bewusst und langsam üben, um das Muskelgedächtnis zu entwickeln.
  • Repetitives Üben: In kurzen, regelmäßigen Sessions die Laute wiederholen.

Diese detaillierte Betrachtung der unvoiced und voiced “Th”-Sounds bietet eine solide Grundlage für das Verständnis und die korrekte Aussprache, gerade für polyglotte Lernende, die ihre englische Aussprache präzisieren möchten.

Verweise

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