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Gibt es spezielle Ausnahmen bei japanischen Verben

Meistere die japanischen Verbkonjugationen: Dein umfassender Leitfaden: Gibt es spezielle Ausnahmen bei japanischen Verben

Es gibt in der japanischen Sprache nur sehr wenige Ausnahmen bei Verben. Die wichtigsten speziellen Ausnahmen sind:

  • Die zwei wirklich unregelmäßigen Verben sind する (suru, tun/machen) und くる (kuru, kommen).
  • Ein weiteres Verb mit einer besonderen Ausnahme in der Vergangenheitsform ist いく (iku, gehen), dessen Vergangenheitsform nicht いた sondern いった lautet.
  • Die meisten anderen Verben folgen sehr regelmäßigen Konjugationsmustern mit zwei Hauptgruppen: Godan-Verben (fünfstufig) und Ichidan-Verben (einstufig).
  • Es gibt auch eine Gruppe von sogenannten Suru-Verben, die aus einem Kompositum plus する gebildet werden und nach dem する-Verb konjugiert werden, was als regelmäßig gilt.
  • Einige Höflichkeits- oder Schriftsprachen-Verben (zum Beispiel nasaru, kudasaru, irassharu) zeigen leicht abweichende, aber auch relativ systematische Muster.

Zusammenfassend basieren die meisten Verbformen im Japanischen auf konsequenten Regeln mit nur zwei Haupt-Ausnahmen する und くる sowie einigen wenigen Sonderformen wie いく im Vergangenheitsgebrauch.

Was macht die Ausnahmen besonders?

Die Verben する und くる sind deshalb so bemerkenswert, weil sie in praktisch allen Konjugationsformen stark von den üblichen Mustern abweichen. Während Godan- und Ichidan-Verben klar definierte Endungen haben, ändert する beispielsweise seine Form vollständig, z. B.:

  • Present/futur: する
  • Vergangenheitsform: した
  • Negativform: しない
  • Te-Form: して

Dieses Verb wird in unzähligen Komposita genutzt, was seine Bedeutung und Relevanz im Alltag enorm erhöht. Das macht es unerlässlich, diese Ausnahmen gezielt zu lernen.

Beim Verb くる sieht man ähnliche Abweichungen:

  • Present/futur: くる
  • Vergangenheitsform: きた
  • Negativform: こない
  • Te-Form: きて

Damit unterscheiden sich diese beiden Verben stark von den sonst üblichen Konjugationsregeln.

Das Sonderfall-Verb いく

Das Verb いく (gehen) ist im Prinzip ein reguläres Godan-Verb, zeigt jedoch eine berühmte Ausnahme in seiner Vergangenheitsform. Statt dort die erwartete Form いた zu verwenden, lautet die Vergangenheitsform いった.

Dieses Phänomen lässt sich damit erklären, dass die て-Form von いく, nämlich いって, eine erleichterte Aussprache darstellt, die sich auch in der Vergangenheitsform niederschlägt, die ja äquivalent dazu gebildet wird.

Das bedeutet: Obwohl いく überwiegend regelmäßig konjugiert wird, sollte man die Form いった in der Vergangenheit unbedingt als korrekt verinnerlichen.

Godan- und Ichidan-Verben im Überblick

Ein Großteil der japanischen Verben ordnet sich einer der beiden großen Gruppen zu:

  • Godan-Verben (auch: う-Verben): Diese Verben enden im Wörterbuchform meistens auf ein う, z. B. 書く (kaku, schreiben). Sie verändern ihren Stamm im Konjugationsprozess in fünf verschiedenen “Stufen”, je nach grammatikalischem Kontext. Zum Beispiel:

    • Wörterbuchform: 書く
    • Te-Form: 書いて
    • Negativform: 書かない
    • Vergangenheitsform: 書いた
  • Ichidan-Verben (auch: る-Verben): Diese Verben haben einen festeren Stamm und verlieren beim Konjugieren das -る am Ende, z. B. 食べる (taberu, essen).

    • Wörterbuchform: 食べる
    • Te-Form: 食べて
    • Negativform: 食べない
    • Vergangenheitsform: 食べた

Diese beiden Gruppen folgen strikt definierten und vorhersehbaren Mustern: Sobald man erkannt hat, ob ein Verb Godan oder Ichidan ist, lassen sich die korrekten Formen routiniert ableiten. Das reduziert die Anzahl der Ausnahmen deutlich.

Suru-Verben: Zusammengesetzte Verben und ihre Besonderheiten

Ein weiterer interessanter Aspekt sind Verben, die auf する basieren und aus einem Substantiv plus する zusammengesetzt sind, z. B. 勉強する (benkyō suru, lernen/studieren).

Diese Suru-Verben sind eigentlich regelmäßig konjugiert, folgen jedoch teilweise einer anderen Logik als reine Godan- oder Ichidan-Verben:

  • Die Konjugation orientiert sich an する, nicht am Substantiv.
  • Die Anzahl der Suru-Verben ist enorm, besonders bei Fremdwörtern und abstrakten Tätigkeiten.
  • Beispiele: 運動する (undō suru, Sport treiben), 貢献する (kōken suru, einen Beitrag leisten).

Dies erleichtert das Lernen, weil man nur die Konjugation von する beherrschen muss, um Hunderte verwandter Verben korrekt zu formen.

Höflichkeitsformen und respektvolle Verben: nasaru, kudasaru, irassharu

In der Höflichkeitssprache oder im Kenjōgo (besonders respektvoller Sprache) gibt es einige Verben, die zwar nicht komplett unregelmäßig sind, aber eigenständige Konjugationsmuster zeigen:

  • nasaru (なさる): die respektvolle Form von する
  • kudasaru (くださる): die respektvolle Form von geben
  • irassharu (いらっしゃる): die respektvolle Form von sein/kommen/gehen

Diese Verben verhalten sich in der Konjugation teilweise anders als Standardverben und haben eigene Höflichkeitsformen, die aber für eine korrekte, respektvolle Kommunikation in formellen Kontexten wichtig sind.

Häufige Fehler bei den Ausnahmen

Besonders Lernende machen oft folgende Fehler:

  • Verwechslung der Vergangenheitsformen von いく: Nicht selten wird いた statt いった gesagt.
  • Fehlerhafte Anwendung der する-Konjugation bei zusammen gesetzten Verben, z. B. 勉強しない wird oft fälschlich zu 勉強するない.
  • Umgang mit den Höflichkeitsverben wird häufig vernachlässigt, obwohl diese wichtig für Gespräche in formellen Kontexten sind.

Zusammenfassung

Die wenigen Ausnahmen bei japanischen Verben sind gut überschaubar, was das System im Vergleich zu vielen anderen Sprachen vergleichsweise einfach macht. Wichtig ist, die beiden Hauptausnahmen する und くる sowie die Sonderform von いく sicher zu verinnerlichen. Der restliche Großteil der Verben folgt klaren, regelmäßigen Mustern, sodass Zuverlässigkeit im Verbgebrauch mit ausreichend Übung sehr schnell erreicht wird. Suru-Verben bilden dabei eine praktische Sammelkategorie, die Lernen erleichtert, und die Höflichkeitsverben erweitern den Wortschatz für formelle Kommunikation.


Verweise

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