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Wie unterscheiden sich deutsche Umgangssprache und formelle Sprache

Der ultimative Leitfaden zum Handeln auf Deutsch: Beherrsche Redewendungen und kulturelle Einsichten: Wie unterscheiden sich deutsche Umgangssprache und formelle Sprache

Die deutsche Umgangssprache und formelle Sprache unterscheiden sich in mehreren Aspekten, darunter Wortwahl, Grammatik, Stil und Anwendungsbereiche.

Merkmale der Umgangssprache

  1. Lockerheit und Alltagstauglichkeit:

    • Die Umgangssprache wird primär im täglichen Leben verwendet und ist weniger formal. Sie ist oft emotional gefärbt, direkt und enthält viele umgangssprachliche Ausdrücke wie „Klamotten“ für „Kleidung“ oder „Kohle“ für „Geld“ 2, 6.
    • Sie verzichtet häufig auf komplexe grammatische Strukturen und nutzt vereinfachte Formen, z. B. „Das Buch von dem Lehrer“ statt „Das Buch des Lehrers“ 4.
  2. Regionale und soziale Prägung:

    • Umgangssprache kann regionale Dialekte oder soziale Besonderheiten widerspiegeln. Sie dient als „Pufferzone“ zwischen Standarddeutsch und Nichtstandarddeutsch 6.
  3. Spontaneität:

    • Sie wird meist mündlich verwendet, oft mit verkürzten Sätzen und verschluckten Buchstaben, um das Sprechen zu erleichtern 3.
  4. Begrenzte Anwendung:

    • Sie wird in informellen Kontexten genutzt, z. B. im Gespräch mit Freunden oder Familie, während sie in offiziellen Situationen als unangemessen gilt 5.

Merkmale der formellen Sprache

  1. Strukturierte Ausdrucksweise:

    • Formelle Sprache ist präzise, korrekt und folgt den Regeln der Standardsprache (Hochdeutsch). Sie verwendet vollständige grammatische Strukturen und vermeidet umgangssprachliche Abkürzungen oder Fehler 5.
  2. Gehobene Wortwahl:

    • Die Wortwahl ist gepflegt und oft gehoben, z. B. „Haupt“ statt „Kopf“ oder „Antlitz“ statt „Gesicht“. Sie vermeidet saloppe oder vulgäre Ausdrücke 1, 2.
  3. Offizieller Ton:

    • Formelle Sprache wird in behördlichen Schreiben, wissenschaftlichen Texten oder offiziellen Gesprächen verwendet. Beispiele sind Anreden wie „Sehr geehrte Damen und Herren“ statt informeller Begrüßungen wie „Hi“ oder „Hallo“ 5.
  4. Zielgruppeorientierung:

    • Sie berücksichtigt die Zielgruppe und den Anlass, z. B. bei Gesetzestexten oder technischen Anleitungen, die eine klare und neutrale Sprache erfordern 1, 2.

Gegenüberstellung

AspektUmgangsspracheFormelle Sprache
WortwahlLocker, salopp („Kohle“, „Klamotten“)Gepflegt, gehoben („Geld“, „Kleidung“)
GrammatikVereinfachte StrukturenKorrekte Standardsprache
StilDirekt, emotional gefärbtNeutral, sachlich
AnwendungsbereichInformell (Freunde, Familie)Offiziell (Behörden, Beruf)

Die Wahl zwischen Umgangssprache und formeller Sprache hängt stark vom Kontext ab: Während die Umgangssprache Vertrautheit schafft, ist die formelle Sprache für professionelle Kommunikation unerlässlich.

Verweise

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