Welche 20 False Friends sollte ich unbedingt kennen
Hier sind 20 wichtige False Friends (falsche Freunde) zwischen Deutsch und Englisch, die unbedingt bekannt sein sollten, um Missverständnisse zu vermeiden:
| Deutsches Wort | Bedeutungsrichtiges Englisch | Falscher englischer Freund | Bedeutung des falschen Freunds |
|---|---|---|---|
| 1. die Meinung | the opinion | the meaning | die Bedeutung |
| 2. das Gift | the poison | the gift | das Geschenk |
| 3. bekommen | to get | to become | werden |
| 4. aktuell | current, recent | actual | tatsächlich |
| 5. der See | the lake | the sea | das Meer |
| 6. brav | well-behaved | brave | mutig |
| 7. die Notiz | the note | to notice | beachten |
| 8. die Bank (sitzen) | the bench | the bank | die Bank (Geldinstitut) |
| 9. die Wand | the wall | the wand | der Zauberstab |
| 10. der Rat | the advice | the rat | die Ratte |
| 11. die (Schul)note | the grade, the mark | the note | die Notiz |
| 12. der Fotograf | the photographer | the photograph | das Foto |
| 13. das Formular | the form | formula | die Formel |
| 14. der Chef | the boss | chef | Koch |
| 15. die Fabrik | the factory | fabric | Stoff |
| 16. der Kollege | the colleague | college | Hochschule |
| 17. das Handy | the cellphone/mobile phone | handy | praktisch |
| 18. der Keks | the biscuit | cake | Kuchen |
| 19. das Gift | the poison | the gift | das Geschenk |
| 20. die Einladung | the invitation | the income | das Einkommen |
Diese Liste hilft, typische Fehler zu vermeiden, wann immer ähnlich klingende Wörter unterschiedliche Bedeutungen haben. Sie ist ein guter Startpunkt für Deutschsprachige, die Englisch lernen oder umgekehrt.
Warum False Friends so tückisch sind
False Friends entstehen oft, weil Wörter in beiden Sprachen ähnlich aussehen oder klingen, aber bedeutunglich weit auseinander liegen. Besonders im gesprochenen Deutsch und Englisch können diese Wörter beim schnellen Sprechen leicht verwechselt werden. Für Lernende ist es daher wichtig, nicht nur einzelne Vokabeln nachzuschlagen, sondern sie im Kontext zu üben, etwa durch Sprechübungen oder realistische Dialoge.
Ein klassisches Beispiel ist das deutsche Wort „bekommen“, das auf Englisch nicht mit „become“ übersetzt wird, sondern mit „to get“. Einer der häufigsten Fehler ist, etwa zu sagen „I become a book“ statt korrekt „I get a book“. Solche Fehler können zwar meist durch den Kontext entschärft werden, führen aber im Alltag oft zu Verwirrung.
False Friends im Alltag: Beispiele für Missverständnisse
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„Aktuell“ vs. „Actual“:
Wird „aktuell“ im Deutschen als „current“ oder „recent“ verwendet, verstehen Englischsprachige oft „actual“ als „wirklich“ oder „tatsächlich“. So kann der Satz „Das ist aktuell wichtig“ von einem Englischsprecher als „That is actual important“ missverstanden werden – was nicht idiomatisch ist und Verwirrung stiftet. -
„Brav“ vs. „Brave“:
„Brav“ heißt im Deutschen „brav, folgsam“ und nicht „mutig“. Ein Kind, das als „brav“ beschrieben wird, ist also nicht notwendigerweise mutig („brave“), sondern eher gehorsam und wohlerzogen. Diese feine Bedeutungsnuance kann beim Sprechen über Charaktereigenschaften wichtig sein. -
„Die Bank“ (Sitzen) vs. „The Bank“ (Geldinstitut):
Ein einfaches Missverständnis aus dem alltäglichen Leben. Wenn jemand sagt: „Ich sitze auf der Bank“, meint er eine Sitzgelegenheit, nicht eine Finanzinstitution. Im Englischen sind das unterschiedliche Wörter („bench“ vs. „bank“).
Praktische Tipps, um False Friends zu meistern
- Kontext bewusst üben: Statt einzelne Wörter isoliert zu lernen, hilft es, Sätze mit den False Friends zu bilden und laut auszusprechen. So prägt sich die richtige Bedeutung und Anwendung besser ein.
- Lautes Sprechen und „Active Recall“: Aktiv das Gelernte in eigenen Sätzen verwenden, auch wenn es nur kurze Übungen mit einem Gesprächspartner oder KI-Partner sind, senkt die Fehlerquote nachhaltig.
- Auf die Aussprache achten: Einige False Friends unterscheiden sich im Englischen und Deutschen auch im Klang (z. B. „Chef“ – im Deutschen „Chef“ mit scharfem „ch“ vs. im Englischen „chef“ mit weichem „ch“). Das akzentuierte Üben dieser Unterschiede fördert die Verständlichkeit.
Weitere False Friends, die oft überraschen
Neben den oben gelisteten 20 gibt es noch viele kleinere oder seltenere Fälle. Ein paar Beispiele:
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„Sympathisch“ vs. „Sympathetic“:
Im Deutschen bedeutet „sympathisch“ „likeable, pleasant“, während „sympathetic“ im Englischen „mitfühlend“ heißt. -
„Kaution“ vs. „Caution“:
„Kaution“ heißt „deposit“, während „caution“ „Vorsicht“ bedeutet. -
„Sensible“ vs. „Sensibel“:
Das englische „sensible“ heißt „vernünftig“ oder „praktisch“, während „sensibel“ im Deutschen „empfindlich“ oder emotional verletztbar meint.
False Friends und kulturelle Feinheiten
Manchmal sind False Friends nicht nur semantisch verwirrend, sondern beeinflussen das kulturelle Verständnis. Zum Beispiel:
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„Chef“ im Deutschen:
Ein „Chef“ ist der Vorgesetzte oder Geschäftsführer, was mit einer hierarchischen Beziehung verbunden ist. Im Englischen ist „chef“ explizit ein Koch, was den Status und die Tätigkeit komplett verändert. -
„Fabrik“ vs. „Fabric“:
Eine „Fabrik“ ist ein Industriegebäude, ein Werk. Das englische „fabric“ beschreibt Stoffe, z. B. zum Nähen – zwei komplett verschiedene Bereiche, die sich durch die Berufswelt prägen.
Deshalb ist es beim Fremdsprachenlernen sinnvoll, auch solche kulturell geprägten Bedeutungen zu beachten.
Fehlende Falsche Freunde? Ein kurzer FAQ-Bereich
Gibt es auch False Friends zwischen Deutsch und anderen Sprachen?
Ja, False Friends sind ein universelles Phänomen in allen Sprachpaaren. Zum Beispiel gibt es viele klassische False Friends zwischen Deutsch und Französisch („librarie“ vs. „die Librarie“/„die Bibliothek“) oder Deutsch und Spanisch.
Sind False Friends häufiger bei Verben, Substantiven oder Adjektiven?
False Friends kommen in allen Wortarten vor, besonders häufig aber bei Substantiven und Adjektiven, da diese oft Kernwörter im Satzbau sind.
Wie kann man am besten herausfinden, ob ein Wort ein False Friend ist?
Neben Wörterbüchern hilft vor allem das Lesen authentischer Texte und das Sprechen mit Muttersprachlern. So erkennt man leicht, wenn ein berühmtes „ähnliches“ Wort oft in falschem Kontext auftaucht.
Diese erweiterten Informationen geben nicht nur eine Liste, sondern auch Einblicke, wie False Friends entstehen, warum sie zum Sprechfehler werden, und wie man sie im Alltag vermeidet. So wird der Lernprozess pragmatischer und authentischer.