Die Herausforderungen beim Englisch Lernen: Was macht es so schwierig?
Der schwierigste Teil beim Lernen von Englisch liegt für viele Lernende oft im Umgang mit komplexen sprachlichen Einheiten wie Phraseologismen, also Redewendungen, Kollokationen und Sprichwörtern. Diese sind schwer, weil ihre Bedeutung häufig nicht direkt aus den einzelnen Worten erschlossen werden kann. Auch die Grammatik wird oft als Herausforderung genannt, insbesondere das gut Verständigen und Anwenden grammatischer Strukturen. Insgesamt sind die Bedeutungsvielfalt, idiomatische Ausdrücke und grammatikalische Besonderheiten oft die größten Hürden beim Englischlernen.
Warum sind idiomatische Ausdrücke so schwierig?
Idiomatische Ausdrücke wirken oft wie „feste Bausteine“ der Sprache, deren Bedeutung sich nicht logisch aus den Einzelteilen erschließt. Beispielsweise bedeutet „to kick the bucket“ nicht, tatsächlich einen Eimer zu treten, sondern ist eine umgangssprachliche Form für „sterben“. Das Verstehen und Verwenden solcher Ausdrücke erfordert daher ein tiefes kulturelles Verständnis und viel Übung in echten Kommunikationssituationen. Anders als einfache Vokabeln lassen sich diese Phrasen kaum durch reines Übersetzen lernen, was den Lernprozess verkompliziert.
Grammatikalische Herausforderungen im Detail
Englische Grammatik ist zwar vergleichsweise einfach bezüglich der Flexion (zum Beispiel gibt es keine starken Fälle wie im Deutschen), doch einige Besonderheiten sind für Nicht-Muttersprachler besonders schwer. Zum Beispiel:
- Die Verwendung von Zeitformen: Englisch unterscheidet zwischen verschiedenen Aspekten der Vergangenheit (past simple vs. present perfect), die in anderen Sprachen oft nicht so differenziert werden.
- Satzbau: Die Stellung der Hilfsverben und die korrekte Bildung von Fragen und Verneinungen folgt Regeln, die andere Sprachlernende verwirren können.
- Präpositionen: Englisch setzt Präpositionen sehr häufig ein, deren korrekter Gebrauch oft unregelmäßig ist und sich nicht eins zu eins aus anderen Sprachen übertragen lässt.
Bedeutungsvielfalt und Homonyme
Ein weiterer Stolperstein ist die hohe Anzahl an Wörtern mit mehreren Bedeutungen (Polysemie). Zum Beispiel das Wort „bank“ kann „Bankinstitut“ oder „Ufer“ bedeuten. Ohne Kontext ist es schwer zu entscheiden, welche Bedeutung gemeint ist, vor allem in gesprochenem Englisch, wo prosodische Hinweise abnehmen.
Aussprache und Hörverständnis
Obwohl die Aussprache im Artikelabschnitt noch nicht erwähnt wird, ist sie eine häufig genannte Herausforderung beim Englischlernen. Die Vielzahl an Akzenten, die unregelmäßige Schreibweise und Lautunterschiede machen es schwierig, Wörter korrekt zu produzieren und zu verstehen. Zum Beispiel wird das englische „th“ in vielen Sprachen nicht verwendet und erzeugt daher häufig Probleme bei der Artikulation.
Kulturelle Hintergründe der Sprache
Englisch ist eine Weltsprache, deren verschiedene Varianten (britisches, amerikanisches, australisches Englisch etc.) Unterschiede in Vokabular, Aussprache und Ausdrucksweisen aufweisen. Das Hinzulernen verschiedener Dialekte und kultureller Nuancen ist eine zusätzliche Herausforderung. Zum Beispiel wird „chips“ in Großbritannien für Pommes frites verwendet, während es in den USA „Kartoffelchips“ meint.
Häufige Fehler beim Lernen von Englisch
Typische Fehler beim Englischlernen ergeben sich oft daraus, dass Lernende Strukturen aus ihrer Muttersprache eins zu eins auf Englisch übertragen. Dies führt zu sogenannten „falschen Freunden“ (false friends), also Wörtern, die ähnlich aussehen, aber unterschiedliche Bedeutungen haben, wie „actual“ (tatsächlich) und „aktuell“ (aktuell, gegenwärtig). Auch übermäßiges Denken in der Muttersprache reduziert die Spontaneität beim Sprechen.
Zusammenfassung
Die Schwierigkeiten beim Englischlernen sind vielfältig und betreffen vor allem:
- Die Bedeutungsschichten und Nicht-Übersetzbarkeit idiomatischer Ausdrücke,
- Spezifische grammatikalische Strukturen und Zeitformen,
- Polysemie und Kontextabhängigkeit von Wörtern,
- Ausspracheprobleme durch fehlende Laute oder ungewohnte Betonungen,
- Die Vielfalt von Englischen Dialekten und kulturellen Besonderheiten.
Diese Aspekte erfordern gezieltes Üben, insbesondere in realistischen Gesprächssituationen, damit Lernende die Sprache flüssig anwenden und verstehen können.
Verweise
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Die Didaktisierung von Phraseologismen im DaF-Unterricht anhand multimodaler Texte
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Zu einigen grammatischen Erscheinungen im Schreiben Some of the Grammatical Rules of Writing
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ZUM EINSATZ DER STUDY PAGES IN EINEM ZWEISPRACHIGEN WÖRTERBUCH IM DAF-UNTERRICHT
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