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Welche häufigen Fehler machen Englischlerner beim Grammatikaufbau

Die Grundlagen der englischen Grammatik: Ein Leitfaden für Anfänger: Welche häufigen Fehler machen Englischlerner beim Grammatikaufbau

Englischlerner machen beim Grammatikaufbau häufig Fehler in bestimmten Bereichen. Zu den häufigsten Fehlerarten zählen:

  • Probleme mit der Subjekt-Verb-Übereinstimmung (subject-verb agreement), also der Kongruenz zwischen Subjekt und Verb im Satz.
  • Schwierigkeiten bei der richtigen Zeitform (verb tense), insbesondere bei der Anwendung des Present Simple, Present Perfect und Past Tense.
  • Fehler beim Gebrauch von Artikeln (articles) wie “a”, “an” und “the”, die in vielen Sprachen nicht vorhanden sind.
  • Probleme mit Präpositionen (prepositions) und deren korrektem Einsatz.
  • Fehler im Satzbau (sentence structure), beispielsweise falsche Wortstellung oder fehlende Satzteile.
  • Schwierigkeiten bei der Nutzung von Passivformen (passive voice) und komplexen Satzstrukturen.
  • Wortwahlfehler (word choice) oder lexikalische Fehler, die Grammatik und Bedeutung beeinflussen.

Diese Fehler resultieren oft aus Interferenzen zwischen der Muttersprache und dem Englischen, sowie aus unvollständigem Verständnis der englischen Grammatikregeln. Sie treten besonders häufig bei Englisch als Fremdsprache (EFL) Lernenden auf und zeigen sich in schriftlichen und mündlichen Sprachprodukten. 2, 3, 6, 7, 13, 16

Zusammengefasst sind die grammatikalischen Fehler der Englischlerner oft typischerweise in den Bereichen Verbformen, Subjekt-Verb-Kongruenz, Artikelgebrauch und Satzbau zu finden.

Häufige Fehler genauer betrachtet

1. Subjekt-Verb-Übereinstimmung (Subject-Verb Agreement)

Ein besonders häufiger Fehler ist die fehlende Übereinstimmung von Subjekt und Verb in Zahl und Person. Zum Beispiel sagen Lernende oft “He go to school” statt korrekt “He goes to school”. Diese Fehler entstehen oft, weil die grammatikalische Kongruenz in vielen Sprachen weniger streng ist. Im Englischen aber ist die Endung des Verbs im Präsens bei der dritten Person Singular immer -s/-es.

Beispiel:

  • Falsch: She like coffee.
  • Richtig: She likes coffee.

Solche Fehler erschweren das Verstehen und wirken unnatürlich, gerade in der gesprochenen Sprache. Regelmäßiges Üben mit Fokus auf das kleine, aber wichtige S-Präfix bei Verben hilft, diesen Stolperstein zu umgehen.

2. Verbzeiten (Verb Tenses)

Englisch verfügt über zwölf Zeitformen, was für Lernende eine Herausforderung darstellt. Besonders häufig werden Present Perfect und Past Simple verwechselt. Während im Deutschen kein direktes Pendant zum Present Perfect existiert, verlangt das Englische oft die Kenntnis des Zusammenhangs von Handlung und Gegenwart.

Beispiele:

  • Falsch: I have saw that movie yesterday.

  • Richtig: I saw that movie yesterday.

  • Falsch: I lived in Paris for three years. (wenn noch immer dort lebt)

  • Richtig: I have lived in Paris for three years. (wenn die Handlung bis zur Gegenwart andauert)

Das tiefere Verständnis der Zeitformen verbessert besonders die Gesprächs- und Schreibfähigkeiten deutlich.

3. Artikelgebrauch (Articles)

Viele Lernende kämpfen mit den englischen Artikeln, weil ihre Muttersprache keine oder andere Artikelregeln kennt. Fehlender Gebrauch oder falsche Wahl führt zu Unsicherheit beim Sprechen und Verstehen.

Typische Fehler sind:

  • Nullartikel statt bestimmter Artikel oder umgekehrt: “I have dog” statt “I have a dog.”
  • Verwechslung von a und an, wobei der lautliche Anfang des folgenden Wortes zählt.
  • Verwechslung von a und the, wobei the eine bekannte Sache bezeichnet.

Beispiel:

  • Falsch: She wants a apple.
  • Richtig: She wants an apple.

In der Praxis ist das Lernen von Artikeln am besten in realen Satzkontexten, etwa durch das Hören von Gesprächen oder aktives Sprechen.

4. Präpositionen (Prepositions)

Präpositionen sind oft idiomatisch und lassen sich nicht eins-zu-eins aus der Muttersprache übertragen. Häufige Fehler betreffen:

  • Falscher Gebrauch: „I am good in English“ statt „I am good at English“.
  • Weglassen der Präposition: „She depends him“ statt „She depends on him“.
  • Übertragung von Muttersprache-Präpositionen, die in Englisch nicht passen.

Diese Fehler führen oft zu Missverständnissen, besonders beim Sprechen.

5. Satzbau (Sentence Structure)

Die englische Satzstruktur folgt klaren Mustern: Subjekt – Verb – Objekt (SVO). Probleme tauchen besonders bei Fragen, Verneinungen oder komplexeren Sätzen auf.

Typische Fehler sind:

  • Falsche Wortstellung: “You like that?” statt im formalen Stil “Do you like that?”
  • Vergessen des Hilfsverbs „do“ in Fragen und Verneinungen.
  • Zu lange oder verschachtelte Sätze ohne passende Satzzeichen.

Im gesprochenen Englisch ist oft eine gewisse Flexibilität möglich, doch klare, einfache Strukturen sind leichter verständlich.

6. Passivformen (Passive Voice)

Das Passiv wird im Englischen häufig verwendet, im Deutschen manchmal weniger. Lernen, wann und wie man Passivsätze bildet, ist deshalb essenziell.

Fehler passieren oft bei der Bildung mit „be“ + Partizip, z.B.:

  • Falsch: The cake is bake by her.
  • Richtig: The cake is baked by her.

Zudem wird das Passiv oft da eingesetzt, wo Deutsch Aktiv bevorzugt, etwa in formellen Kontexten oder wissenschaftlichem Englisch.

7. Wortwahl und lexikalische Fehler

Falsche Wörter können grammatikalisch korrekt sein, aber in der Bedeutung unpassend. Zum Beispiel:

  • “He did a crime” statt “He committed a crime.”
  • “She is very sensible” (auf Englisch bedeutet „sensible“ vernünftig, nicht empfindlich).

Solche Fehler resultieren oft aus falschen Übersetzungen oder dem Ausprobieren unbekannter Vokabeln ohne solide Kontextkenntnis.

Ursachenerklärung: Warum passieren diese Fehler so häufig?

Viele Fehler entstehen durch Interferenz der Muttersprache. Wenn die Muttersprache keine Artikel hat (z. B. Russisch oder Chinesisch) oder andere Zeitformen nutzt, ist Englisch automatisch schwieriger. Dazu kommt die Übertragung von Denkstrukturen der Muttersprache, etwa bei der Wortstellung.

Darüber hinaus ist das Fehlen von aktivem Sprechen mit Muttersprachlern oder realistischen Gesprächssimulationen ein wichtiger Faktor. Studien zeigen, dass Lernende nach 6 Monaten aktivem Sprechtraining signifikant weniger typische Grammatikfehler machen als solche, die nur passiv lesen oder hören.

Praktische Tipps zur Fehlervermeidung

  1. Gezieltes Üben von Problemfeldern: Fokus auf Subjekt-Verb-Übereinstimmung, Zeitformen und Artikeln.
  2. Satzbaustruktur analysieren und reproduzieren: Kleine, klare Sätze vor komplexen Formulierungen.
  3. Aktives Sprechen üben: Dialoge simulieren, um Fehler im Kontext zu erkennen und zu korrigieren.
  4. Prepositionsverwendung durch feste Kombinationen lernen: Zum Beispiel „interested in“, „good at“.
  5. Regelmäßiges Feedback einholen: Korrektur durch Lernpartner oder Tutor hilft schnelle Korrekturen.

Fehler gehören zum Lernprozess, aber der Umgang mit ihnen entscheidet über den Lernerfolg.


Diese erweiterten Einblicke zeigen, dass grammatikalische Fehler im Englischen oft klar definierte Ursachen und typische Muster haben. Das Verständnis dieser hilft Lernenden, die häufigsten Stolpersteine zielgerichtet zu überwinden und ihr Englisch praxisnah und sicher zu verbessern.

Verweise