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Die häufigsten Grammatikfehler im Englischen: Vermeiden Sie diese Fallen!

Lernen Sie, häufige englische Grammatikfehler zu vermeiden und Ihre Sprachkenntnisse zu verbessern!

Häufige Grammatikfehler im Englischen, die Lernende oft machen, sind unter anderem:

Englische Grammatikfehler entstehen selten zufällig. Besonders häufig sind Musterfehler, die sich aus der Muttersprache übertragen: fehlende Artikel, falsche Wortstellung, unsichere Zeitformen oder Verwechslungen bei Hilfsverben. Wer diese typischen Fallen kennt, erkennt eigene Fehler schneller und spricht und schreibt deutlich sicherer.

  • Fehler bei der Subjekt-Verb-Übereinstimmung (z.B. falsche Verbform bei Singular oder Plural)
  • Fehler in der Zeitform (Verb Tenses)
  • Fehler bei der Verwendung von Artikeln (the, a, an)
  • Falsche Wortstellung (Word Order)
  • Fehler bei der Verwendung von Hilfsverben (Auxiliary Verbs)
  • Falsche Bildung oder Verwendung von Pluralformen und Possessivformen
  • Fehler bei der Verwendung des Passiv
  • Falsche Verwendung von Präpositionen

1) Subjekt-Verb-Übereinstimmung

Im Englischen muss das Verb an das Subjekt angepasst werden. Der Unterschied ist im Präsens besonders wichtig, weil das Verb in der 3. Person Singular oft eine zusätzliche Endung erhält.

  • He works in London.
  • They work in London.

Typische Fehler entstehen bei Subjekten wie team, family, government, police oder news, weil diese Wörter im Deutschen oft wie ein Plural wirken, im Englischen aber meist als grammatische Einheiten behandelt werden. Ebenso problematisch sind Sätze mit and oder each/every, weil das Subjekt nicht immer so plural ist, wie es semantisch klingt.

Beispiel:

  • The price of the tickets is high.
  • The tickets prices are high. ist falsch, weil die Wortgruppe das Subjekt verändert.

2) Zeitformen: nicht nur „richtiges Verb“, sondern richtige Perspektive

Englisch unterscheidet präzise zwischen abgeschlossenen Handlungen, Gewohnheiten, laufenden Vorgängen und Bezügen zur Gegenwart. Häufig werden Simple Past, Present Perfect und Present Simple verwechselt, weil viele Sprachen diese Bedeutungen anders aufteilen.

  • I lived in Berlin for two years. = abgeschlossene Zeitspanne in der Vergangenheit
  • I have lived in Berlin for two years. = Beginn in der Vergangenheit, noch relevant bis heute
  • I live in Berlin. = allgemeine Aussage oder Gegenwart

Ein häufiger Fehler ist die direkte Übertragung von Formen wie „ich bin gegangen“ auf englische Perfektformen, obwohl im Englischen der Kontext entscheidet, ob die Handlung als vergangen, fortwirkend oder gerade abgeschlossen verstanden wird. Wer im Gespräch schnell reagiert, greift oft zur einfachsten Form; regelmäßiges Sprechen, auch in kurzen Dialogen, hilft dabei, Zeitformen automatischer und sicherer zu verwenden.

3) Artikel: ein kleines Wort mit großer Wirkung

Englisch verwendet Artikel systematischer als viele andere Sprachen. Der Unterschied zwischen a/an und the ist zentral:

  • a/an = ein unbestimmtes, neues oder nicht genau definiertes Ding
  • the = ein bestimmtes, bereits bekanntes oder eindeutig identifizierbares Ding

Beispiele:

  • I bought a book.
  • The book is about grammar.

Der Artikel an wird vor Vokallaut verwendet, nicht vor Vokalbuchstaben:

  • an apple
  • an hour
  • a university — weil der Anfangslaut /j/ ist, nicht /u/

Viele Lernende lassen Artikel ganz weg, weil ihre Muttersprache sie nicht in derselben Form benötigt. Im Englischen klingt das schnell unnatürlich, vor allem bei Zählbarem im Singular:

  • I need a pen.
  • She is a teacher.

4) Wortstellung: Englisch ist deutlich fester als Deutsch

Englische Sätze folgen meist der Reihenfolge Subjekt – Verb – Objekt. Bei Fragen, Verneinungen und Nebensätzen ändern sich die Regeln, aber im Aussagesatz ist die Wortstellung relativ stabil.

  • She always drinks coffee in the morning.
  • Always she drinks coffee in the morning. klingt falsch oder stark markiert.

Besonders häufig sind Fehler mit Adverbien:

  • I often go there.
  • I go often there. ist im Standardenglisch unnatürlich.

Auch in Nebensätzen bleibt die Struktur klar:

  • I know that he is tired.
  • I know that is he tired. ist falsch.

Deutschsprachige Lernende übertragen oft die flexiblere deutsche Satzstellung ins Englische. Im Englischen führt das schnell zu Missverständnissen, weil Wortreihenfolge stärker zur Grammatik gehört als im Deutschen.

5) Hilfsverben: kleine Wörter, große Unterschiede

Hilfsverben wie do, does, did, have, has, will, be werden im Englischen für Fragen, Verneinungen, Zeiten und Passivformen benötigt. Fehler entstehen oft, wenn ein Hilfsverb fehlt oder doppelt verwendet wird.

  • Do you like tea?
  • She does not like tea.
  • They have finished.
  • It was made in Italy.

Typische Fehler:

  • She likes not tea. statt She does not like tea.
  • Does he can swim? statt Can he swim?

Im Englischen trägt meist nur ein Verb die grammatische Funktion zur Zeit oder Modalität; weitere Hilfsverben müssen passend ergänzt werden. Wer diese Struktur beherrscht, gewinnt besonders in spontanen Gesprächen deutlich an Sicherheit, weil Fragen und Verneinungen dann ohne langes Nachdenken entstehen.

6) Plural- und Possessivformen

Im Englischen ist der reguläre Plural meist einfach: book → books, city → cities. Doch gerade bei Endungen wie -s, -es, -ies und unregelmäßigen Formen entstehen viele Fehler.

  • one child, two children
  • one mouse, two mice
  • one person, many people

Der Possessivsfall wird oft mit einem Apostroph gebildet:

  • my brother’s car
  • the students’ room

Wichtig ist der Unterschied zwischen its und it’s:

  • its = Possessivpronomen: The dog wagged its tail.
  • it’s = Kurzform von it is oder it has: It’s cold.

Gerade dieses Paar ist ein häufiger Schreibfehler, weil der Apostroph im Englischen sowohl Kürzung als auch Besitz markieren kann.

7) Passiv: wenn die Handlung wichtiger ist als der Handelnde

Das Passiv wird im Englischen vor allem verwendet, wenn die Handlung, das Ergebnis oder das Objekt im Fokus steht, nicht die Person, die etwas tut.

  • The email was sent yesterday.
  • The museum was built in 1894.

Typische Fehler entstehen, wenn das Passiv mit der falschen Verbform gebildet wird oder wenn das Partizip falsch ist:

  • The work was finish. ist falsch
  • The work was finished. ist richtig

Passivformen sind im Englischen häufig in Nachrichten, wissenschaftlichen Texten und offiziellen Mitteilungen. Im Alltag wird oft das Aktiv bevorzugt, weil es direkter klingt:

  • They repaired the road. statt The road was repaired by them.

8) Präpositionen: oft logisch, aber nicht wortwörtlich übersetzbar

Präpositionen gehören zu den schwierigsten Bereichen, weil sie selten eins zu eins zwischen Sprachen übereinstimmen. Besonders häufig sind Fehler mit in, on, at, to, for, from, of, by.

Beispiele:

  • in the car, aber on the bus
  • at 5 o’clock
  • interested in
  • good at
  • depend on

Ein klassischer Fehler ist die direkte Übersetzung:

  • discuss about ist falsch
  • discuss reicht aus

Auch feste Verbindungen müssen gelernt werden:

  • arrive in London
  • arrive at the airport
  • listen to music
  • look at the picture

Präpositionen lassen sich im Englischen oft nur durch viele echte Satzbeispiele sicher beherrschen, nicht durch einzelne Regeln.

So lassen sich diese Fehler systematisch vermeiden

  • Zeiten regelmäßig wiederholen und in kurzen Sätzen anwenden
  • Subjekt und Verb in jedem Satz bewusst prüfen
  • Artikel nicht weglassen, wenn ein zählbares Nomen im Singular gemeint ist
  • Wortstellung mit festen Beispielsätzen trainieren
  • Hilfsverben in Fragen und Verneinungen separat üben
  • Plural- und Possessivformen gezielt vergleichen
  • Präpositionen als feste Wortverbindungen lernen
  • Eigene Sätze laut lesen und auf ungewohnte Stellen achten
  • Korrekturlesen als festen Arbeitsschritt nutzen

Warum diese Fehler so häufig sind

Diese Fehler treten besonders oft auf, weil Englisch zwar in vielen Bereichen einfach wirkt, aber an kritischen Stellen sehr genaue Grammatik verlangt. Kleine Wörter wie a, the, do, to oder of tragen viel Bedeutung, und schon eine falsche Form kann einen Satz unnatürlich oder missverständlich machen.

Viele Lernende verbessern sich am schnellsten, wenn sie nicht nur Regeln lesen, sondern typische Sätze aktiv bilden, korrigieren und wiederholen. Genau dort werden Grammatik und Sprechfluss miteinander verbunden.

Diese häufigen Fehler wurden in verschiedenen Studien und Fehleranalysen bei Lernenden systematisch untersucht und bieten eine solide Grundlage für gezielten Grammatikunterricht und Selbststudium.

Verweise