Zum Inhalt springen
Wie kann man ein professionelles Telefonat auf Japanisch führen visualisation

Wie kann man ein professionelles Telefonat auf Japanisch führen

Die besten Phrasen für Telefonate auf Japanisch: Wie kann man ein professionelles Telefonat auf Japanisch führen

Ein professionelles Telefonat auf Japanisch sollte formell und höflich geführt werden, insbesondere im Geschäftsleben, wo die formelle Höflichkeitsform Keigo (敬語) üblich ist. Das Telefongespräch beginnt meist nicht mit dem informellen „Moshi Moshi“ (もしもし), das eher für private Gespräche zwischen Bekannten oder Freunden verwendet wird. Stattdessen meldet man sich mit dem Namen der Firma oder Gruppe, gefolgt vom eigenen Namen, z.B. „はい、○○でございます“ (hai, ○○ de gozaimasu) oder „こんにちは、○○会社の○○です“ (konnichiwa, ○○ kaisha no ○○ desu), was bedeutet „Hallo, hier ist XX von der Firma YY“. Wenn man nach einer Person fragt, sagt man höflich „○○さんをお願いします“ (○○ san wo onegaishimasu) inklusive Titel und Abteilung.

Der Einstieg: Höfliche Selbstvorstellung und Gesprächseröffnung

Im Japanischen gilt der erste Eindruck besonders am Telefon als entscheidend. Gerade weil Mimik und Gestik entfallen, übermittelt die Sprache allein Respekt und Professionalität. Die Standardformel „はい、○○でございます“ gilt als höflicher als das simple „です“ und zeigt Rang und Respekt. Dabei ist es wichtig, Namen und Firmenbezeichnungen klar und langsam auszusprechen, um Missverständnisse zu vermeiden, insbesondere bei ausländischen Namen oder Fachbegriffen.

Nach der Vorstellung folgt oft eine Höflichkeitsfloskel wie „お世話になっております“ (Osewa ni natte orimasu), was soviel wie „Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung“ bedeutet und ausdrückt, dass man die Zusammenarbeit wertschätzt. Diese Wendung wird häufig auch schon im Eingangsgruß verwendet und signalisiert eine positive Geschäftsbeziehung.

Wichtige Höflichkeitsfloskeln und ihre Bedeutung

Typische Höflichkeitsfloskeln im professionellen Rahmen sind etwa:

  • „お忙しいところ失礼いたします“ (O-isogashii tokoro shitsurei itashimasu) – „Entschuldigen Sie die Störung in Ihrer geschäftigen Zeit.“ Diese Wendung zeigt Respekt für die Zeit des Gesprächspartners und signalisiert, dass man sich bewusst ist, dass man mit einer Anfrage unterbricht.

  • „少々お待ちくださいませ“ (Shōshō o-machi kudasaimase) – „Bitte warten Sie einen Moment.“ Der Zusatz „ませ“ verstärkt die Höflichkeit und ist unverzichtbar, wenn man jemanden bittet, zu warten.

  • „お電話ありがとうございます“ (O-denwa arigatō gozaimasu) – „Vielen Dank für Ihren Anruf.“ Diese Begrüßungsformel ist besonders nützlich, wenn man der angerufene Teilnehmer ist und das Gespräch entgegen nimmt.

Solche Formeln tauchen regelmäßig im Gespräch auf und dienen nicht nur der Höflichkeit, sondern strukturieren auch den Dialog sauber.

Gesprächsführung: Fragen, Bitten und Verständnis sichern

Im beruflichen Telefonat ist es üblich, äußerst höflich nach der gewünschten Person zu fragen – oft mit Titel und Abteilung, z.B. „営業部の田中さんをお願いします“ (Eigyō-bu no Tanaka-san wo onegaishimasu). Das verhindert Verwirrung und zeigt Professionalität.

Wenn man Informationen nicht verstanden hat, sind klare Bitten um Wiederholung wie „もう一度おっしゃっていただけますか?」 (Mō ichido osshatte itadakemasu ka?) – „Könnten Sie das bitte noch einmal sagen?“ besser als bloßes „わかりません“ („Ich verstehe nicht“), da sie höflicher und kooperativer klingen.

Ebenso wichtig ist die geduldige Ausdrucksweise, z.B. „もっとゆっくり話してください“ (Motto yukkuri hanashite kudasai) – „Bitte sprechen Sie langsamer“, was gerade bei nicht-muttersprachlichen Partnern Missverständnissen vorbeugt.

Typische Fehler und wie man sie vermeidet

Ein häufiger Fehler ist die Verwendung von „Moshi Moshi“ in professionellen Kontexten. Obwohl in informellen Gesprächen verbreitet, gilt „Moshi Moshi“ im Geschäftsleben als unangemessen und zu leger. Stattdessen sind firmenspezifische Selbstvorstellungen Pflicht.

Ein weiterer Stolperstein ist das falsche oder zu informelle Keigo. Japanisches Höflichkeitsvokabular ist komplex und dreiteilig: Sonkeigo (尊敬語) zur Ehrung des Gegenübers, Kenjōgo (謙譲語) zur Selbsterniedrigung und Teineigo (丁寧語) für allgemeine Höflichkeit. Die falsche Mischung kann unhöflich oder sogar beleidigend wirken. Zum Beispiel sollte man bei der Selbstvorstellung eher Kenjōgo verwenden („でございます“, „いたします“) und den Gesprächspartner mit Sonkeigo ansprechen.

Wichtig ist es, keinen Dialekt oder umgangssprachliche Ausdrücke zu verwenden, die die formelle Distanz mindern könnten.

Die Gesprächsbeendigung: Höflich und klar abschließen

Am Ende des Gesprächs sind höfliche Abschiedsformeln unerlässlich. „では、失礼いたします“ (Dewa, shitsurei itashimasu) bedeutet wörtlich „Dann verabschiede ich mich“ und gilt als standardmäßige, respektvolle Verabschiedung.

Man kann auch „お世話になっております“ (Osewa ni natte orimasu) wiederholen, um Dank und Anerkennung für die Zusammenarbeit auszudrücken. Alternativ ist „引き続きよろしくお願いいたします“ (Hikitsuzuki yoroshiku onegai itashimasu) – „Ich bitte weiterhin um Ihre Unterstützung“ eine professionelle Schlusspointe, die Beziehung auch für die Zukunft festigt.

Wichtig ist, die Stimme beim Abschied nicht abrupt enden zu lassen, sondern ein kurzes, hörbares Schließen der Konversation zu signalisieren („失礼します“, leichte Senkung der Stimme).

Praktische Tipps zur Verbesserung der Telefonfähigkeiten

Da das Telefonat auf Stimme und Sprache allein basiert, ist klare Aussprache und ein ruhiges Sprechtempo entscheidend. Studien zeigen, dass langsames, deutliches Sprechen nicht nur Missverständnisse reduziert, sondern auch als höflicher wahrgenommen wird — besonders im Fremdsprachenkontext.

Der gezielte Einsatz von Pausen vor wichtigen Informationen oder Bitten erhöht die Verständlichkeit. Dabei helfen Übungsdialoge, auch mit KI-Konversationspartnern, die typischen Sätze spontan und natürlich zu verwenden.

Häufig gestellte Fragen zum professionellen Telefonat auf Japanisch

Wie wichtig ist das korrekte Keigo im Telefonat?
Keigo ist das Herzstück professioneller Kommunikation in Japan. Falsche Höflichkeitsformen können schnell unhöflich wirken oder Missverständnisse hervorrufen. Daher sollte man zumindest die Standardfloskeln sicher beherrschen.

Kann ich im Telefonat um Wiederholung bitten, wenn ich etwas nicht verstehe?
Ja, höfliche Bitten wie „もう一度おっしゃっていただけますか?」 sind üblich und zeigen Respekt. Dies ist besser als schweigend zu bleiben oder unhöflich zu wirken.

Sollte ich mich beim Einstieg immer mit dem Firmennamen vorstellen?
Ja, im Geschäftsleben ist das die Norm. Es schafft Klarheit, vermeidet Verwechslungen und signalisiert Seriosität.


Diese Regeln und Beispiele helfen, ein professionelles Telefonat auf Japanisch korrekt und respektvoll zu führen. Ein professionelles Gespräch lebt von präzisem, höflichem Ausdruck, einer sorgfältigen Gesprächsstruktur und der Vermeidung informeller Umgangssprache. Somit zeigt man Respekt und sichert eine erfolgreiche Kommunikation.

Verweise