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Welche häufigen Fehler machen Englischlerner beim Schreiben

Die Herausforderungen beim Englisch Lernen: Was macht es so schwierig?: Welche häufigen Fehler machen Englischlerner beim Schreiben

Welche häufigen Fehler machen Englischlerner beim Schreiben

Englischlernende machen beim Schreiben vor allem acht Arten von Fehlern: unvollständige Sätze, Probleme mit der Übereinstimmung von Subjekt und Verb, falsche Präpositionen, verwechselte Wörter, ungewohnte Wortstellung, Rechtschreibfehler, Homophone und unsichere Zeitformen. Wer diese Muster kennt, erkennt die meisten typischen Schreibfehler schnell und kann sie gezielt korrigieren.

  • Satzfragmente: Unvollständige Sätze ohne Subjekt oder Verb, z.B. “Hoping to get a raise.” statt “I am hoping to get a raise.” 1
  • Fehlende Übereinstimmung zwischen Subjekt und Verb, z.B. “She have a dog” statt “She has a dog.” Besonders schwierig bei Sammelbegriffen wie family oder team. 1
  • Falsche Verwendung von Präpositionen (z.B. “waiting on the bus stop” statt “waiting at the bus stop”). 1
  • Verwechslung von ähnlichen Wörtern wie “than” und “then” oder “its” und “it’s”. 8, 1
  • Falsche Wortstellung, insbesondere bei Adjektiven (Adjektive stehen im Englischen vor dem Substantiv). 7
  • Rechtschreibfehler, z.B. schwierige Wörter wie “definitely” oder “separate”. 5
  • Verwechslungen von Homophonen wie “your” / “you’re” oder “their” / “there” / “they’re”. 8
  • Fehler bei der Anwendung der Zeitformen, z.B. Present Perfect und Simple Past. 2

Warum gerade diese Fehler so häufig sind

Viele dieser Fehler entstehen, weil Englisch schriftlich oft anders funktioniert als die Muttersprache vieler Lernender. Präpositionen sind besonders tückisch, weil sie selten 1:1 übersetzbar sind: Im Deutschen wird zum Beispiel oft „am Busbahnhof“ oder „an der Haltestelle“ gesagt, während im Englischen die passende Form von der konkreten Situation abhängt, etwa “at the bus stop” oder “on the bus”. Solche Unterschiede lassen sich nicht nur über Regeln, sondern vor allem über häufige, echte Beispielsätze verinnerlichen.

Auch die Zeitformen führen im Englischen leicht zu Unsicherheit. Das Present Perfect beschreibt einen Bezug zur Gegenwart, etwa bei Erfahrungen oder Ergebnissen, während das Simple Past abgeschlossene Handlungen in der Vergangenheit markiert. In Sätzen wie “I have seen that film” und “I saw that film yesterday” steckt also nicht nur Grammatik, sondern auch eine andere zeitliche Perspektive.

Typische Fehler im Detail

1. Satzfragmente

Ein Satz braucht im Englischen in der Regel ein Subjekt und ein Verb. “Hoping to get a raise.” wirkt im Text wie ein unvollständiger Gedanke, weil der Träger der Handlung fehlt. Korrekt wird daraus etwa “I am hoping to get a raise.” oder “She is hoping to get a raise.” Solche Fragmente entstehen oft, wenn beim Schreiben gedanklich ein Nebensatz oder ein Einschub mit einem vollständigen Satz verwechselt wird.

2. Subjekt-Verb-Übereinstimmung

Im Englischen passt sich das Verb an das Subjekt an, besonders in der dritten Person Singular: “She has”, “He works”, “It rains”. Fehler wie “She have a dog” entstehen oft, weil das Verb im Deutschen nicht dieselbe Endung trägt. Schwieriger wird es bei Wörtern wie family oder team, weil sie grammatisch Einzahl sind, auch wenn mehrere Personen gemeint sind. Deshalb heißt es “The team is winning”, nicht “The team are winning” im amerikanischen Standardenglisch.

3. Präpositionen

Präpositionen sind im Englischen oft idiomatisch. Man sagt “at the bus stop”, “in the car”, “on the bus” oder “waiting for a friend”. Kleine Unterschiede verändern die Bedeutung oder machen einen Satz unnatürlich. Die Präposition ist deshalb einer der Bereiche, in denen direkte Übersetzung besonders oft scheitert. Wer häufig schreibt, profitiert davon, feste Wortverbindungen als ganze Einheit zu lernen statt nur einzelne Vokabeln.

4. Ähnliche Wörter und Homophone

Wörter wie “than” und “then” sind leicht zu verwechseln, obwohl sie unterschiedliche Funktionen haben: “than” dient dem Vergleich, “then” bezeichnet Zeit oder Reihenfolge. Noch häufiger sind Homophone wie “your” und “you’re” oder “their”, “there” und “they’re”. Der Klang hilft beim Schreiben nicht weiter, weil die Wörter gleich ausgesprochen werden. Deshalb ist die Bedeutung im Satz der sicherste Prüfstein: “You’re late” bedeutet “You are late”, während “Your coat is here” Besitz ausdrückt.

5. Wortstellung

Die englische Wortstellung folgt oft einem einfachen Muster: Adjektiv vor Substantiv. Es heißt also “a red car”, nicht “a car red”. Auch bei längeren Beschreibungen bleibt diese Reihenfolge meist stabil: “a beautiful old house”, “an interesting new book”. Wer aus dem Deutschen übersetzt, setzt Beschreibungen leicht zu spät oder zu früh, weil die Reihenfolge im Deutschen flexibler ist.

6. Rechtschreibung

Englische Rechtschreibung ist unregelmäßig und enthält viele historisch gewachsene Formen. Wörter wie “definitely” oder “separate” werden oft falsch geschrieben, weil die Aussprache die Schreibweise nicht zuverlässig verrät. Gerade bei häufigen Wörtern lohnt sich genaue Aufmerksamkeit, denn kleine Buchstabenvertauschungen können in einem ansonsten guten Text sofort auffallen. Bestimmte Fehler sind wiederkehrend, etwa doppelte Buchstaben, stumme Vokale oder ungewohnte Buchstabenkombinationen.

7. Zeitformen

Das Present Perfect und das Simple Past sind ein klassischer Stolperstein. “I have lost my keys” betont das aktuelle Ergebnis: Die Schlüssel sind jetzt weg. “I lost my keys yesterday” setzt die Handlung klar in die Vergangenheit. Wer im Schreiben unsicher ist, verwendet oft die falsche Zeitform, weil im Deutschen dieselbe Erzählfunktion mit weniger Unterscheidungen auskommt. Ein klarer Zeitbezug im Satz hilft hier am meisten.

Wie sich diese Fehler zuverlässig reduzieren lassen

Gezieltes Korrekturlesen ist wirksamer als bloßes erneutes Überfliegen. Ein sinnvoller Kontrollgang prüft nacheinander erst die Satzgrenzen, dann Subjekt und Verb, anschließend Präpositionen, Zeitformen und am Schluss die Schreibweise einzelner Wörter. So werden nicht alle Probleme gleichzeitig gesucht, sondern in einer festen Reihenfolge.

Hilfreich ist auch das Arbeiten mit persönlichen Fehlerlisten. Wer seine eigenen Schwächen kennt — etwa “its/it’s”, Present Perfect oder Präpositionen nach bestimmten Verben — kann beim Schreiben genau diese Stellen sofort kontrollieren. In der Praxis verbessert regelmäßige aktive Schreib- und Sprechpraxis die Genauigkeit oft stärker als passives Lesen allein, weil typische Fehler schneller auffallen, wenn sie in echten Formulierungen wiederholt auftauchen.

Kurz gesagt

Die häufigsten Schreibfehler im Englischen betreffen nicht nur Grammatik, sondern auch feste Wortverbindungen und typische Ausnahmen. Besonders anfällig sind Satzfragmente, Verbformen, Präpositionen, Homophone, Wortstellung, Rechtschreibung und Zeitformen. Wer diese Bereiche systematisch überprüft, macht Texte sofort klarer und natürlicher.

Verweise