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Wie kann man typische Fehler in Englisch-Aufgaben vermeiden

Die häufigsten Fehler im Englisch-Test und wie man sie vermeidet: Wie kann man typische Fehler in Englisch-Aufgaben vermeiden

Typische Fehler in Englisch-Aufgaben lassen sich vor allem durch drei Dinge vermeiden: Regeln sicher verstehen, typische Problemstellen gezielt üben und jeden Fehler als Hinweis auf eine Lücke behandeln. Wer nicht nur Vokabeln lernt, sondern auch auf Grammatik, Wortwahl, Rechtschreibung und feste Wendungen achtet, reduziert die häufigsten Fehlerquellen spürbar.

Typische Fehlerarten

Zu den häufigsten Fehlern gehören Grammatikfehler wie falsche Subjekt-Verb-Übereinstimmung, falsche Zeiten und Artikelgebrauch, sowie Wortwahl- und Rechtschreibfehler. 2, 4

In Englisch treten diese Fehler besonders oft dort auf, wo die Sprache sich von der Muttersprache unterscheidet. Ein klassisches Beispiel ist die Zeitwahl: Im Deutschen wird für viele Situationen einfach das Präsens oder Perfekt verwendet, im Englischen muss oft zwischen Present Perfect, Past Simple und Present Continuous unterschieden werden. Auch Artikel sind eine häufige Fehlerquelle, weil Englisch anders als manche andere Sprachen fast immer einen Artikel verlangt oder bewusst keinen verwendet.

Typische Beispiele sind:

  • He go to school every day statt He goes to school every day
  • I have 20 years statt I am 20 years old
  • She is in hospital und nicht automatisch She is in the hospital, je nach britischem oder amerikanischem Gebrauch
  • depend of statt depend on
  • make a photo statt take a photo

Gerade bei Wortwahlfehlern geht es oft nicht um ein einzelnes falsches Wort, sondern um feste Verbindungen. Englisch arbeitet stark mit Kollokationen, also typischen Wortpaaren wie make a decision, take a break oder heavy rain. Wer diese Verbindungen mitlernt, schreibt natürlicher und vermeidet Formulierungen, die zwar verständlich, aber unidiomatisch wirken.

Methoden zur Fehlervermeidung

  • Gründliches Lernen und regelmäßige Übungen zu Grammatikregeln
  • Bewusstes Üben typischer englischer Kollokationen und Redewendungen
  • Nutzung von Feedback und Korrektur durch Lehrkräfte oder Software
  • Eine positive Fehlerkultur, die Fehler als Chance zur Verbesserung versteht
  • Schreiben in entspannter, nicht bewertender Atmosphäre zur Erhöhung der Motivation und Reduktion von Angst. 3, 4, 5, 1

Diese Ansätze helfen, typische Fehler in Englisch-Aufgaben systematisch zu vermindern.

So lassen sich Fehler im Alltag konkret vermeiden

Ein wirksamer Weg besteht darin, Fehler nicht nur zu korrigieren, sondern nach Mustern zu sortieren. Wenn in mehreren Texten immer wieder derselbe Artikel- oder Zeitfehler auftaucht, liegt meist kein Zufall vor, sondern ein festes Problemfeld. Dann lohnt sich gezielte Wiederholung mit kurzen Beispielsätzen statt allgemeinem Vokabellernen.

Besonders hilfreich sind feste Kontrollschritte beim Schreiben:

  1. Satz auf Verb prüfen: Jedes Subjekt braucht ein passendes Verb.
  2. Zeitform prüfen: Vergangenheit, Gegenwart und Vorvergangenheit nicht mischen.
  3. Artikel prüfen: a, an, the oder kein Artikel.
  4. Wortverbindungen prüfen: passt das Verb wirklich zu diesem Substantiv?
  5. Rechtschreibung prüfen: doppelte Buchstaben, Endungen, Groß- und Kleinschreibung.

Bei Englisch-Aufgaben ist außerdem wichtig, nicht Wort für Wort aus dem Deutschen zu übertragen. Viele Fehler entstehen durch direkte Übersetzung. Aus Ich bekomme Angst wird nicht I get fear, sondern I get scared oder I am afraid. Solche Unterschiede sind besonders relevant in freien Schreibaufgaben, weil dort die Versuchung groß ist, vertraute deutsche Strukturen direkt zu übertragen.

Was bei Grammatik besonders oft schiefgeht

Subjekt-Verb-Übereinstimmung

Im Englischen richtet sich das Verb im Präsens nach dem Subjekt: She works, they work. Der Fehler entsteht oft dann, wenn im Kopf nur die Grundform des Verbs präsent ist. Hilfreich ist die einfache Kontrollfrage: Wer handelt gerade, und steht das Verb in der passenden Form?

Zeiten

Fehler in den Zeiten gehören zu den häufigsten Problemen in Schul- und Prüfungstexten. Englisch verlangt oft eine strengere Unterscheidung als viele andere Sprachen.

  • Present Simple für Gewohnheiten und Fakten: She plays tennis on Fridays
  • Present Continuous für etwas, das gerade passiert: She is playing tennis now
  • Past Simple für abgeschlossene Handlungen in der Vergangenheit: She played yesterday
  • Present Perfect für einen Bezug zur Gegenwart: She has played three matches this week

Wer diese Grundfunktion kennt, vermeidet viele Mischformen wie She is played oder I have seen him yesterday.

Artikelgebrauch

Artikel sind für Lernende oft schwierig, weil sie im Englischen häufig obligatorisch sind, aber nicht nach denselben Regeln wie im Deutschen funktionieren. The steht bei etwas Bestimmtem, a/an bei etwas Unbestimmtem, und manchmal entfällt der Artikel ganz, etwa bei allgemeinen Aussagen: Dogs are friendly animals.

Präpositionen und feste Verben

Viele Fehler entstehen bei kleinen Wörtern wie in, on, at, to, for, of. Diese Wörter wirken unscheinbar, entscheiden aber oft über die Korrektheit eines Satzes. Statt einzelne Präpositionen isoliert zu lernen, ist es sinnvoller, komplette Muster zu speichern: interested in, good at, afraid of, listen to.

Wie Üben wirklich wirksam wird

Übungen helfen am meisten, wenn sie gezielt dieselben Fehlerarten trainieren, die in eigenen Texten häufig vorkommen. Ein Diktat verbessert vor allem Rechtschreibung und Hörgenauigkeit. Lückentexte eignen sich gut für Artikel, Zeiten und Präpositionen. Freies Schreiben trainiert den aktiven Gebrauch, zeigt aber auch deutlich, wo Unsicherheiten bleiben.

Beim Korrigieren sollte nicht nur die richtige Lösung markiert werden. Effektiver ist es, den Fehler zu benennen:

  • Zeitfehler
  • Artikelproblem
  • Wortwahlfehler
  • Rechtschreibfehler
  • Präpositionsfehler

Diese Benennung macht sichtbar, welche Regel tatsächlich gelernt werden muss. Dadurch wird aus einem einmaligen Fehler ein wiederholbarer Lernpunkt.

Fehlerkultur statt Perfektionsdruck

Eine positive Fehlerkultur ist besonders wichtig, weil Angst vor Fehlern die Leistung oft stärker verschlechtert als fehlendes Wissen. Wer beim Schreiben permanent versucht, jeden Satz perfekt zu machen, schreibt langsamer, unsicherer und oft auch weniger flüssig. Entspannteres Üben führt meist zu mehr produktiver Sprache, weil der Fokus auf Ausdruck statt auf Vermeidung liegt.

Im Sprachlernen zeigt sich außerdem ein praktischer Zusammenhang: Aktive Gesprächs- und Schreibpraxis beschleunigt den Fortschritt meist stärker als passives Wiederholen von Regeln, weil Fehler sofort sichtbar werden und direkt verarbeitet werden können. Gerade beim freien Formulieren entstehen die Muster, die später im echten Gespräch automatisch abrufbar sind.

Kurzfazit

Typische Fehler in Englisch-Aufgaben lassen sich am zuverlässigsten vermeiden, wenn Grammatik, Wortwahl, Rechtschreibung und feste Wendungen gemeinsam gelernt werden. Wer häufige Fehlerarten erkennt, gezielt übt und Fehler systematisch auswertet, verbessert nicht nur die Note, sondern auch die sprachliche Sicherheit insgesamt.

Verweise