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Wie rufe ich im Notfall in Japan richtig die Notrufnummern an

Wichtige Notfallphrasen in Japanisch für medizinische Situationen: Wie rufe ich im Notfall in Japan richtig die Notrufnummern an

In Japan wählt man im Notfall folgende Notrufnummern:

  • Für Rettungsdienst (Krankenwagen) und Feuerwehr: 119
  • Für die Polizei: 110

Diese Nummern sind von jedem Telefon aus kostenlos erreichbar, auch von öffentlichen Münztelefonen. In der Regel gibt es englischsprechende Mitarbeiter bei den Notrufzentralen, jedoch sollte man langsam und deutlich sprechen. Falls die Sprachkenntnisse nicht ausreichen, kann man Einheimische um Hilfe bitten.

Wichtige Hinweise zur Nutzung der Notrufnummern

  • Bei einem medizinischen Notfall oder Unfall sofort den Notruf 119 (Rettungsdienst/Feuerwehr) wählen.
  • Für Polizeieinsätze oder bei Verbrechen die Nummer 110 anrufen.
  • Wenn man unsicher ist, ob man einen Krankenwagen benötigt, gibt es die Nummer #7119 für medizinische Beratung.
  • Notrufe vom öffentlichen Telefon sind gebührenfrei. Die Adresse muss meist nicht angegeben werden, da der Standort automatisch übermittelt wird.
  • Ein Rettungswageneinsatz kostet für Touristen nichts.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Notruf in Japan

  1. Ruhe bewahren und sofort wählen: Wartet nicht, bis die Situation schlimmer wird. Direkt anrufen.
  2. Nummer wählen: 110 für Polizei oder 119 für Feuerwehr und Rettungsdienst.
  3. Gesprächseröffnung: Wenn möglich, kurz und deutlich sagen, um welchen Notfall es geht (z. B. „Fire“ für Feuer oder „Injury“ für Verletzung).
  4. Informationen klar mitteilen:
    • Was ist passiert? Beschreiben, welche Art von Notfall vorliegt.
    • Wo ist der Vorfall? Genaue Ortsangabe mit Adresse oder bekannten Orientierungspunkten.
    • Wann ist es passiert? Zeitpunkt des Ereignisses nennen.
    • Wie ist die Situation? Anzahl der Verletzten, Zustand, Gefahren.
    • Wer ruft an? Name, evtl. Adresse und Telefonnummer.
  5. Auf Rückfragen warten und zuhören: Die Mitarbeiter könnten weitere Fragen stellen. Geduldig antworten.
  6. Nicht auflegen, bevor es gesagt wird: Den Anweisungen des Mitarbeiters folgen, bis das Gespräch offiziell beendet wird.

Besondere Tipps für Sprachbarrieren

  • Langsam und deutlich sprechen: Besonders wichtig, wenn Englischkenntnisse begrenzt sind.
  • Notrufkarte benutzen: Eine Karte mit den wichtigsten japanischen Notruf-Ausdrücken und Informationen kann sehr hilfreich sein.
  • Lokale Hilfe suchen: Im Zweifel Nachbarn, Passanten oder Hotelpersonal um Unterstützung beim Anruf bitten.
  • Grundwortschatz für Notrufe: Wörter wie „Hospital“ (Krankenhaus), „Fire“ (Feuer), „Accident“ (Unfall), „Help“ (Hilfe) und „Injury“ (Verletzung) erleichtern die Kommunikation.

Vergleich der Notrufsysteme: Japan vs. Deutschland

  • Einheitliche Nummern: In Deutschland gibt es ähnlich zwei Hauptnotrufnummern – 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst, 110 für Polizei – wie in Japan, was das System vergleichbar macht.
  • Sprache: Während in deutschen Notrufzentralen meist Deutsch gesprochen wird, bieten japanische Callcenter oft auch englischen Service an, was für Touristen wichtig ist.
  • Standortübermittlung: In Japan wird der ungefähre Standort automatisch übertragen, was die schnelle Hilfe erleichtert – ähnlich wie in Deutschland mit der sogenannten Standortbestimmung per Handy.
  • Beratungshotline: Die japanische Nummer #7119 ist speziell für medizinische Beratung; eine solche nummer gibt es in Deutschland so nicht flächendeckend.

Kennenlernen zusätzlicher Notruf- und Krisennummern in Japan

  • 171 – Katastrophennachrichten: Diese Rufnummer wird bei Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Taifunen genutzt, um mit Angehörigen in Kontakt zu bleiben oder Informationen zum Katastrophenverlauf zu erhalten. Gerade in Japan, wo Naturkatastrophen häufiger vorkommen, ist diese Nummer wichtig.
  • #7119 – Medizinische Beratung: Diese Hotline hilft, wenn man nicht sicher ist, ob der Notruf 119 nötig ist oder bei welchen Symptomen man unbedingt ins Krankenhaus sollte.
  • Weitere lokale Dienste: In manchen Regionen gibt es spezielle Hotlines für psychologische Beratung oder für Probleme bei Touristen, die aber meist auf Japanisch sind.

Häufige Fehler beim Notruf in Japan und wie man sie vermeidet

  • Falsche Nummer gewählt: Manchmal wird 119 statt 110 gewählt oder umgekehrt – das verzögert die Hilfe. Kurz überlegen, welche Hilfe man benötigt, vermeidet das.
  • Zu viele Details auf einmal: Unnötige Hintergrundinformationen verwirren; lieber klar und präzise bleiben.
  • Telefonieren ohne Standortangabe: Zwar wird der Standort meist automatisch übermittelt, bei einer ungenauen Ortsangabe kann die Rettung verzögert sein. Deshalb immer versuchen, die genaue Adresse oder den Ort zu nennen.
  • Sprechen in der eigenen Sprache ohne Hilfe: Wenn kein Japanisch oder Englisch verstanden wird, sollte man versuchen, jemanden hinzuzuziehen oder eine Notrufkarte zu nutzen.
  • Zu früh Auflegen: Das Gespräch abbrechen, bevor der Mitarbeiter es beendet, kann lebenswichtige Informationen verhindern.

Praktische Vorbereitung für Sprachlernende und Reisende in Japan

  • Notrufnummern speichern: Vor der Reise 110 und 119 ins Handy eintragen.
  • Notrufkarte erstellen: Eine Karte mit den wichtigsten japanischen Sätzen für den Notfall anfertigen, z. B.:
    • 「火事です」 (Kaji desu) – Es brennt.
    • 「けがをしました」 (Kega o shimashita) – Ich bin verletzt.
    • 「助けてください」 (Tasukete kudasai) – Bitte helfen Sie mir.
  • Notruf-Simulationsdialog üben: In der Sprachlern-App oder mit Tandempartner typische Notrufe durchspielen, um Sicherheit zu gewinnen.
  • Apps nutzen: Einige Anwendungen bieten Symbole und Übersetzungen für Notfälle, die man im Falle eines Anrufs zeigen kann.

Diese Informationen sind wichtig, um im Notfall in Japan schnell und richtig Hilfe zu erhalten. 2, 3, 5, 6, 7, 8, 9

Verweise

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