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Wie kann man typische Fehler im schriftlichen Englisch vermeiden

Die häufigsten Fehler im Englisch-Test und wie man sie vermeidet: Wie kann man typische Fehler im schriftlichen Englisch vermeiden

Typische Fehler im schriftlichen Englisch lassen sich durch bewusste Achtsamkeit, häufiges Üben und Nutzung unterstützender Hilfsmittel vermeiden. Die wichtigste Erkenntnis ist: Fehler entstehen meist durch Unachtsamkeit und mangelndes Bewusstsein für gängige Stolperfallen. Ein strukturierter Ansatz, bei dem man gezielt häufige Fehlerarten kennt und systematisch an ihnen arbeitet, verbessert die Schreibqualität signifikant.

Häufige Fehlerarten

  • Grammatikfehler: Hierzu zählen der falsche Gebrauch von Zeiten (z.B. Verwechseln von Present Perfect und Simple Past), fehlende Kongruenz zwischen Subjekt und Verb (z.B. He go statt He goes) sowie Satzfragmente, die keine vollständigen Gedanken ausdrücken.
  • Wortwahlfehler: Besonders im Englischen gibt es viele Homophone und ähnlich klingende Wörter, deren Verwechslung den Sinn komplett verändern kann. Beispiele sind “your” und “you’re”, “their”, “there” und “they’re”, oder “affect” und “effect”. Auch falsche Präpositionen zählen zu diesem Fehlerbereich, etwa interested on statt interested in.
  • Satzbaufehler: Run-on-Sätze oder sogenannte comma splices entstehen, wenn zwei Hauptsätze ohne passende Konjunktion oder Satzzeichen verbunden werden, z.B. I went home, I was tired statt I went home because I was tired. Ebenso gehören falsche oder fehlende Kommas dazu, die den Satzfluss unklar machen können.
  • Stilistische Fehler: Häufig führen zu komplexe, verschachtelte Satzstrukturen zu Missverständnissen. Ein übermäßiger Gebrauch des Passivs kann den Text schwerfällig wirken lassen. Ebenso können unnötige Füllwörter oder zu viele Synonyme ohne klare Zielsetzung den Lesefluss hemmen.
  • Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler: Vom einfachen Vertauschen von Buchstaben bis hin zur falschen Verwendung von Apostrophen (z.B. its vs. it’s), erschweren solche Fehler das Verständnis und vermindern die Professionalität eines Textes.

Deutlichere Beispiele typischer Fehler

  • Grammatik: She have many books → richtig: She has many books.
  • Wortwahl: Your beautiful statt You’re beautiful.
  • Satzbau: I like coffee I drink it every morning. → besser: I like coffee; I drink it every morning.
  • Stil: Übermäßiger Passivgebrauch: Mistakes were made by me anstelle von I made mistakes.
  • Rechtschreibung: Recieve statt Receive.

Strategien zur Fehlervermeidung

  • Bewusstes Korrekturlesen: Ein einfacher, aber sehr wirksamer Tipp ist, den eigenen Text laut vorzulesen. Das macht nicht nur holprige Formulierungen hörbar, sondern hilft auch dabei, Satzfragmente und falsche Kommas zu erkennen. Ebenso kann das Lesen des Textes rückwärts – Satz für Satz – helfen, Fehler isoliert wahrzunehmen.
  • Hilfsmittel sinnvoll einsetzen: Grammatik- und Rechtschreibprogramme wie Grammarly oder LanguageTool sind nützliche Tools zur Identifikation von Fehlern. Sie ersetzen kein gründliches Verständnis, weisen aber auf typische Patzer hin und erleichtern die schnelle Verbesserung. Wichtig ist, den Vorschlägen kritisch zu begegnen, denn automatische Korrekturen sind nicht immer kontextgerecht.
  • Fehlerlisten führen: Ein persönliches Fehlerjournal, in dem man häufig gemachte Fehler sammelt und regelmäßig überprüft, erhöht die Fehlerbewusstheit. So kann man gezielt an individuellen Schwächen arbeiten und Fortschritte verfolgen.
  • Feedback nutzen: Das Einholen von Rückmeldungen durch Muttersprachler oder Lehrkräfte liefert Einsichten, die man selbst oft übersieht. Schreibgruppen bieten zudem die Gelegenheit, verschiedene Stile und Herangehensweisen kennenzulernen und an realen Texten zu üben.
  • Grammatik und Rechtschreibung regelmäßig auffrischen: Selbst kleine, aber häufige Fehler in Bereichen wie Zeitformen, Präpositionen oder Artikel („a“, „an“, „the“) verringern die Qualität eines Textes erheblich. Ein gezieltes Wiederholen dieser Grundlagen kann in kurzen Einheiten, z.B. via Apps oder Lernkarten, viel bewirken.
  • Einfache, klare Sprache bevorzugen: Komplexe Satzstrukturen verleiten leichter zu Fehlern. Kurze Sätze mit klarer Struktur, aktivem Sprachgebrauch und konsequenter Einhaltung der Grundregeln schaffen mehr Verständlichkeit und sind leichter fehlerfrei zu schreiben.

Wie aktive Gesprächspraxis das Schreiben unterstützt

Obwohl dieser Artikel sich auf schriftliches Englisch konzentriert, hilft aktives Sprechen oder das Üben von realen Dialogen, ein besseres Sprachgefühl zu entwickeln. Eine solide mündliche Ausdrucksfähigkeit fördert automatisch auch ein natürliches Verständnis für grammatikalisch richtige und idiomatische Sprachverwendung, was das Schreiben erleichtert. Moderne Lernmethoden setzen zunehmend auf das Training mit interaktiven Chatbots oder Konversationspartnern, da diese Fehlerbewusstsein und sofortiges Feedback anregen.

Typische Stolperfallen erkennen und umgehen

Viele Fehler resultieren aus interference-Effekten, also dem Einfluss der Muttersprache. Zum Beispiel neigen Deutschsprachige dazu, im Englischen direkt zu übersetzen, was zu falschen Wortstellungen oder ungewöhnlichen Ausdrücken führt, etwa What you think? statt What do you think?. Ebenso ist der Gebrauch von Artikeln oder der unterschiedliche Einsatz von Zeiten im Englischen für Lerner oft eine Hürde.

Eine weitere häufige Quelle sind feste Redewendungen oder idiomatische Ausdrücke, die wörtlich übersetzt keine Bedeutung haben. Beispiele: Make a photo statt Take a photo, Pay attention on statt Pay attention to. Solche Fehler sollten aktiv gelernt und geübt werden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Fehlerreduktion bei eigenen Texten

  1. Planung: Vor dem Schreiben klar überlegen, was die Hauptbotschaft ist und wie der Text aufgebaut werden soll.
  2. Erster Entwurf: Ohne Zensur schreiben. Fehler notieren, aber nicht sofort korrigieren.
  3. Pause machen: Mindestens 30 Minuten Abstand vom Text nehmen, damit das Gehirn später objektiver auf Fehler achten kann.
  4. Selbstkorrektur: Den Text laut vorlesen und auf Korrektheit prüfen. Dabei spezielle auf häufige Fehlerarten achten.
  5. Hilfsmittel einsetzen: Grammatik- und Rechtschreibprogramme auf problematische Stellen überprüfen lassen.
  6. Feedback einholen: Den Text einer vertrauten Person oder einem Lehrer vorlegen.
  7. Fehlerjournal aktualisieren: Neue Fehler und Korrekturen dokumentieren und Methodik darauf anpassen.
  8. Überarbeiten: Den Text ggf. mehrfach korrigieren und polieren, bis er klar und fehlerfrei ist.

Diese systematische Vorgehensweise senkt die Fehlerzahl nachhaltig und fördert den Lernfortschritt.


Diese vertiefenden Inhalte bieten konkrete Ansätze und Praxisbeispiele, um typische Fehler im schriftlichen Englisch wirksam zu vermeiden. Im Fokus stehen klare, einfache Strategien, die auf Rückmeldung basieren und Fehlerbewusstsein erhöhen – die Schlüsselfaktoren für verbessertes Schreiben.

Verweise