Was sind häufig verwendete Floskeln in englischen Geschäftsmails
Häufig verwendete Floskeln in englischen Geschäftsmails sind kurze, standardisierte Formulierungen für Einstieg, Bezugnahme, Bitte, Abschluss und Gruß. Sie helfen dabei, höflich, klar und professionell zu schreiben, ohne jedes Mal neue Formulierungen erfinden zu müssen.
Typische Floskeln für Einleitung und Bezugnahme
In englischen Geschäftsmails beginnt die Kommunikation oft mit einer direkten Bezugnahme auf den Anlass oder auf eine vorherige Nachricht. Besonders häufig sind Formulierungen, die den Kontext sofort sichtbar machen.
- “I am writing to enquire about…” (Ich würde gerne Informationen zu … erhalten)
- “Further to our telephone conversation…” (Bezugnehmend auf unser Telefonat…)
- “With reference to your letter dated…” (Bezugnehmend auf Ihren Brief vom…)
Diese Wendungen klingen formell und sind vor allem in Erstkontakt, Reklamation, Angebotsanfrage oder Nachfassmails nützlich. Statt einer langen Einleitung reicht oft ein einziger Satz, der den Grund der Nachricht nennt. Das wirkt im Geschäftsalltag häufig professioneller als ein ausführlicher, persönlicher Einstieg.
Floskeln zum Informationsaustausch
Für Terminangaben, Abwesenheiten oder zusätzliche Informationen werden in Geschäftsmails oft feste Muster verwendet. Sie strukturieren die Nachricht und reduzieren Missverständnisse.
- “Please note that I will be out of office from… until…” (Bitte beachten Sie, dass ich vom … bis zum … nicht im Büro bin)
- “If you require any further information, please don’t hesitate to contact me.” (Für weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung)
Auch Formulierungen wie “Please find attached…” für Anhänge oder “I am attaching…” sind im beruflichen Englisch sehr geläufig. Im Vergleich zum Deutschen ist Englisch in Geschäftsmails oft knapper, aber nicht unhöflich. Ein kurzer, sachlicher Stil gilt meist als am besten lesbar.
Höfliche Bitten und Anfragen
Bitten sollten im Englischen in Geschäftsmails meist indirekt formuliert werden. Besonders bei externen Kontakten oder bei höherer Hierarchie ist eine höfliche Form deutlich üblicher als ein direkter Befehl.
- “Could you please confirm receipt of this email?” (Könnten Sie bitte den Erhalt dieser E-Mail bestätigen?)
- “I would be grateful if you would get in touch with me as soon as possible.” (Ich wäre Ihnen dankbar für eine baldige Rückmeldung)
Weitere sehr häufige Muster sind “Could you please send me…” und “Would it be possible to…”. Diese Formulierungen klingen höflich und sind trotzdem eindeutig. Zu direkte Sätze wie “Send me the file” wirken in einer Geschäftsmail schnell unfreundlich, selbst wenn sie grammatisch korrekt sind.
Häufig genutzte Abschlussfloskeln
Der Schluss einer englischen Geschäftsmail fasst oft noch einmal den nächsten Schritt zusammen oder signalisiert Offenheit für eine Antwort. Besonders verbreitet sind höfliche Standardformulierungen.
- “I look forward to hearing from you.” (Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören)
- “Thank you for your help in this matter.” (Vielen Dank für Ihre Unterstützung in dieser Angelegenheit)
Auch “Please let me know if you have any questions” oder “Should you need any further assistance, please do not hesitate to contact me” gehören zu den klassischen Abschlusssätzen. Sie wirken formal, serviceorientiert und passen gut zu Kundendienst, Verwaltung und internationaler Korrespondenz.
Gängige Grußformeln
Der formale Schluss einer Mail hängt davon ab, ob der Empfänger bekannt ist und wie eng die Beziehung ist. Im Englischen ist die Wahl der Grußformel deshalb wichtiger als in manchen anderen Sprachen.
- “Yours sincerely,” (Mit freundlichen Grüßen – wenn Adressat bekannt)
- “Yours faithfully,” (Mit freundlichen Grüßen – wenn Adressat unbekannt)
- “Kind regards,” oder “Best regards,” (Viele Grüße / Beste Grüße)
- “All the best,” (Alles Gute – eher informell)
In britischem Englisch gilt “Yours sincerely” traditionell nach einer persönlichen Anrede wie “Dear Ms Smith”. “Yours faithfully” steht eher nach “Dear Sir or Madam”. Im amerikanischen Englisch sind “Sincerely” und “Best regards” im Geschäftsleben besonders verbreitet. “Cheers” und “Bye” sind dagegen meist zu locker.
Worauf in englischen Geschäftsmails besonders zu achten ist
Englische Geschäftsmails wirken am überzeugendsten, wenn sie kurz, präzise und klar gegliedert sind. Lange Schachtelsätze, unnötige Wiederholungen und umgangssprachliche Wendungen erschweren das Verständnis. Stattdessen sind einfache Satzmuster, aktive Verben und ein höflicher Ton üblich. Wer regelmäßig beruflich auf Englisch schreibt, profitiert davon, die wichtigsten Muster als feste Bausteine zu beherrschen; in der Praxis beschleunigt auch aktive Gesprächs- und Schreibpraxis den sicheren Umgang mit solchen Formeln deutlich.
Wichtig ist außerdem, britisches und amerikanisches Englisch nicht gemischt zu verwenden. Unterschiede zeigen sich nicht nur bei der Rechtschreibung, sondern auch bei den Grußformeln und typischen Höflichkeitsmustern. Flapsige oder direkte Umgangssprachlichkeit wie “See you later” oder “Bye” sind im geschäftlichen Kontext unangebracht.
Typische Fehler
Ein häufiger Fehler besteht darin, deutsche Höflichkeitsformeln wörtlich ins Englische zu übertragen. So klingt “I wait for your answer” zwar verständlich, ist im Geschäftsenglisch aber unnatürlich; gebräuchlicher sind Formulierungen wie “I look forward to your reply” oder “I look forward to hearing from you”. Ebenfalls problematisch sind zu lange Einleitungen, die den eigentlichen Zweck der Mail erst spät nennen.
Auch die falsche Grußformel kann unprofessionell wirken. Wer die Anrede des Empfängers kennt, greift im formellen Rahmen eher zu “Yours sincerely” oder “Sincerely” als zu zu lockeren Varianten. Im Zweifel ist ein sachlicher, höflicher Standardstil fast immer sicherer als kreative Formulierungen.
Kurzüberblick: Die wichtigsten Floskeln im Alltag
- Einleitung: “I am writing to enquire about…”
- Bezugnahme: “Further to our telephone conversation…”
- Information: “Please note that…”
- Bitte: “Could you please…”
- Abschluss: “I look forward to hearing from you.”
- Grußformel: “Best regards,“