Die häufigsten Grammatikfehler im Englischen: Vermeiden Sie diese Fallen!
Die häufigsten Grammatikfehler im Englischen und wie man sie vermeidet, lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Satzfragmente vermeiden
Ein Satzfragment ist eine unvollständige Satzgruppe, der entweder ein Subjekt oder ein Verb fehlt. Um dies zu vermeiden, achte darauf, vollständige Sätze mit Subjekt und Verb zu bilden oder Fragmente mit anderen Sätzen zu verbinden. Beispiel: Statt „Hoping to get a raise“ richtig „I am hoping to get a raise.“
Satzfragmente entstehen besonders häufig, wenn man in Gesprächen oder Notizen Gedanken nicht vollständig ausdrückt. Im Englischen ist es wichtig, dass jeder vollständige Satz mindestens ein Subjekt und ein finites Verb enthält. In der gesprochenen Sprache können manche Fragmente akzeptabel sein, z. B. als Antwort „Sounds great!“, aber im formellen Schreiben oder beim Sprechen auf höherem Niveau sollte man vollständige Sätze bilden.
Ein typischer Fehler ist die Verwechselung von Nebensätzen oder Partizipialkonstruktionen mit Hauptsätzen, z. B. „Because I was tired.“ Dieses Fragment wirkt unvollständig, da es auf eine Ergänzung wartet. Die vollständige Form wäre: „I went to bed early because I was tired.“
Subjekt-Verb-Übereinstimmung
Subjekt und Verb müssen in Zahl übereinstimmen: Singular mit Singular, Plural mit Plural. Besonders bei Sammelbegriffen (family, team) kann Verwirrung entstehen. Beispiel: „My family is big“ (als Einheit) vs. „My family are from different countries“ (als Mitglieder).
Eine weitere Falle sind zusammengesetzte Subjekte, z. B. „My brother and sister are coming.“ Hier verlangt die Verbindung aus zwei Subjekten das Plural-Verb „are“. Bei zusammengesetzten Subjekten, die durch „or“ oder „nor“ verbunden sind, richtet sich das Verb nach dem näher stehenden Subjekt: „Either my friend or my parents are coming.“ vs. „Either my parents or my friend is coming.“
Unregelmäßige Plurale und Sammelbegriffe aus dem Tier- oder Pflanzenreich können ebenfalls verwirren, z. B. „The jury is“ (als Einheit) vs. „The jury are arguing among themselves“ (als Mitglieder).
Präpositionen korrekt verwenden
Präpositionen sind im Englischen oft anders als im Deutschen, z. B. „wait for someone“ statt „auf jemanden warten“. Es ist wichtig, die korrekten Präpositionen in bestimmten Kontexten zu lernen und zu merken, da direkte Übersetzungen häufig falsch sind.
Viele englische Verben verlangen feste Präpositionen, sogenannte Kollokationen, die man auswendig lernen sollte, z. B. „interested in“, „good at“, „depend on“. Ein häufiger Fehler ist, falsche Präpositionen anzuhängen, z. B. „listen of“ statt „listen to“. Diese Fehler können die Verständlichkeit beeinträchtigen.
Auch bei Ortsangaben oder Zeitangaben ist die richtige Präposition entscheidend – „at 5 o’clock“, „on Monday“, „in April“. Falsche Präpositionen können leicht zu Missverständnissen führen.
Regelmäßiges Hören und Lesen von authentischem Englisch hilft dabei, diese Präpositionen sicher zu verinnerlichen. In Gesprächen können gezielte Redeübungen mit Fokus auf feststehende Präpositionen die korrekte Anwendung beschleunigen.
Verwechslungsfehler vermeiden (Homophone)
Besonders häufig sind Verwechslungen bei ähnlich klingenden Wörtern wie:
- Your vs. You’re („Your book“ vs. „You’re amazing“),
- Their vs. There vs. They’re („Their house“, „There is“, „They’re happy“),
- Its vs. It’s („Its color“ vs. „It’s raining“),
- To vs. Too vs. Two („Go to school“, „too much“, „two apples“),
- Than vs. Then („Taller than me“, „Then we go“).
Diese Fehler entstehen oft, weil die Wörter im gesprochenen Englisch gleich oder sehr ähnlich klingen. Ein klarer Unterschied besteht darin, dass „you’re“ und „it’s“ immer eine Kurzform von „you are“ bzw. „it is“ sind, was bei der Aussprache betont und durch das Verb erkennbar ist.
In schriftlicher Kommunikation kann es helfen, die Bedeutung der einzelnen Wörter zu verinnerlichen und sich Beispiele einzuprägen, z. B. „There“ bezeichnet einen Ort („over there“), „Their“ zeigt Besitz („their car“), und „They’re“ ist die Kurzform von „they are“.
Das Anhängen des „-s“ in der 3. Person Singular
In der dritten Person Singular wird im Englischen häufig das „-s“ am Verb vergessen, z. B. korrekt „She walks“ statt „She walk“. Dies ist ein klassischer Fehler bei Englischlernenden.
Das Hinzufügen von „-s“ ist besonders wichtig im Präsens (Simple Present), da das Verb sonst grammatikalisch falsch wirkt und im gesprochenen Englisch negativ auffällt. Häufig fehlt das „-s“ bei Verben wie „run“, „go“, „like“ und „eat“.
Die Regel gilt nur für die dritte Person Singular im Präsens: „He loves music“, „She works hard“, „It rains often“. Bei allen anderen Personen bleibt das Verb in der Grundform („I love“, „you work“, „they eat“).
Beim Sprechen hilft es, sich bewusst zu machen, dass das Gefühl für die Endung sich im Training festsetzt. In der Praxis ist gezieltes Üben der personalisierten Verbformen sinnvoll, etwa durch Sprechen oder Schreiben von Mustersätzen.
Vermeidung doppelter Verneinungen
Im Englischen gibt es keine doppelten Verneinungen wie im Deutschen. Statt „I don’t know nothing“ lautet die korrekte Form „I don’t know anything“.
Doppelte Verneinungen sind im Deutschen häufig und führen dort zur Verstärkung der Negation. Im Englischen heben sich doppelte Verneinungen oft ungewollt auf oder gelten sogar als falsch (preterieren die Aussage oder gelten als umgangssprachlich und fehlerhaft).
In formellem Englisch sollten negative Ausdrücke klar und eindeutig verwendet werden: „Nobody came“ statt „Nobody didn’t come“. Im gesprochenen Englisch hört man gelegentlich doppelte Verneinungen als Dialekt oder Slang, die allerdings als Fehler gelten.
Weitere häufige Grammatikfallen im Englischen
Falscher Gebrauch von Zeiten (Tenses)
Viele Lernende über- oder unterverwenden das Present Perfect oder Simple Past. Die Unterscheidung ist wichtig, um korrekte Zeitverhältnisse auszudrücken:
- Present Perfect („I have eaten“) verwendet man für Erfahrungen ohne konkrete Zeitangabe oder für Handlungen, die bis jetzt relevant sind.
- Simple Past („I ate“) beschreibt abgeschlossene Handlungen mit eindeutigem Zeitpunkt.
Beispiel: Falsch: „I have seen him yesterday.“ Korrekt: „I saw him yesterday.“
Fehler bei der Verwendung von Artikeln
Englisch unterscheidet zwischen bestimmten (the) und unbestimmten (a, an) Artikeln, aber auch das Weglassen ist manchmal falsch. Typischer Fehler ist, dass Lernende Artikel wie im Deutschen nutzen oder sie ganz vergessen.
Beispiele:
- Falsch: „I have cat.“ Richtig: „I have a cat.“
- Falsch: „The water is cold.“ (wenn Wasser generell gemeint ist) Richtig: „Water is cold.“
Wortstellung im Satz
Typisch für Deutschsprachige ist die Übertragung der deutschen Wortstellung. Im Englischen ist die Reihenfolge Subjekt – Verb – Objekt fast strikt einzuhalten.
Falsch: „To the store I go.“ Richtig: „I go to the store.“
Im Nebensatz steht das Subjekt vor dem Verb („because I am tired“), und in Fragen steht das Hilfsverb vor dem Subjekt („Do you like it?“).
Tipps zur Vermeidung
- Bei Unsicherheit Satz laut vorlesen (für vollständige Sätze).
- Subjekt und Verb bewusst abgleichen.
- Präpositionen im Kontext mit den passenden Verben oder Ausdrücken lernen.
- Homophone überprüfen mit Ersetzen durch einfache Erklärungen (z. B. your = Besitz, you’re = you are).
- Regelmäßig grammatikalisch korrekte Beispiele lesen und schreiben.
- Zeiten bewusst üben, z. B. Present Perfect vs. Simple Past.
- Artikelgebrauch mit klaren Beispielen trainieren.
- Die englische Satzstruktur beim Sprechen immer wieder praktisch anwenden.
Diese Fehler und ihre Vermeidung sind besonders wichtig für klaren, verständlichen und korrekten Englischgebrauch im Alltag, im Beruf und in der Schule. Gerade im Sprechen helfen wiederholte aktive Übungen und Gesprächssimulationen, typische Fehler automatisiert zu vermeiden.
Verweise
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Häufige Fehler im Englischen - evo-learn - English Proofreading
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Geläufige Fehler im schriftlichen Englisch und wie man sie …
-
10 Grammatikfehler im Englischen, die man definitiv … - Yuqo