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Wie unterscheiden sich die Fragewörter im Russischen von denen im Deutschen

Главные Вопросы для Повседневной Жизни при Изучении Русского: Wie unterscheiden sich die Fragewörter im Russischen von denen im Deutschen

Die Fragewörter im Russischen und Deutschen unterscheiden sich in mehreren Aspekten, die sowohl grammatische als auch syntaktische Unterschiede betreffen. Hier sind die wichtigsten Unterschiede zusammengefasst:

1. Kasusabhängigkeit und Belebtheit

Im Russischen sind Fragewörter stark mit den grammatischen Fällen (Kasus) verknüpft. Für jeden Kasus gibt es spezifische Formen der Fragewörter, die zudem zwischen belebten und unbelebten Substantiven unterscheiden:

  • Belebte Substantive: Im Akkusativ wird die gleiche Form wie im Genitiv verwendet (z. B. кого? für „wen?“ oder „wessen?“).
  • Unbelebte Substantive: Im Akkusativ wird die gleiche Form wie im Nominativ verwendet (z. B. что? für „was?“) 1, 3.

Diese Unterscheidung existiert im Deutschen nicht. Im Deutschen wird lediglich zwischen Personen (wer?, wen?) und Dingen (was?) unterschieden, unabhängig von der Belebtheit.

2. Flexibilität der Wortstellung

Im Russischen steht das Fragewort normalerweise am Anfang des Satzes, ähnlich wie im Deutschen. Allerdings ist die Wortstellung im Russischen flexibler, insbesondere in der Umgangssprache. Ein Fragewort kann auch in der Mitte oder am Ende des Satzes stehen, z. B. А это что? („Und das, was ist das?“) 2, 8.

Im Deutschen bleibt das Fragewort in der Regel an erster Stelle, gefolgt von der Verb-Subjekt-Struktur.

3. Präpositionen und Präpositive Konstruktionen

Im Russischen werden bestimmte Fragewörter mit Präpositionen kombiniert, um spezifische Bedeutungen auszudrücken:

  • о ком? („über wen?“) und о чём? („über was?“) für den Präpositiv.
  • кем? („mit wem?“) und чем? („mit was?“) für den Instrumental 3, 4.

Im Deutschen gibt es zwar ähnliche Konstruktionen (z. B. „mit wem?“), aber sie sind weniger stark in die Kasussystematik integriert.

4. Vielfalt der Fragewörter

Das Russische hat eine größere Vielfalt an Fragewörtern, um verschiedene Aspekte zu erfragen:

  • какой? („welcher?“), сколько? („wie viel?“), зачем? („wozu?“), почему? („warum?“), откуда? („woher?“), usw. 5, 7.
  • Diese Differenzierung ist teilweise feiner als im Deutschen.

5. Fehlen des Verbs „sein“ im Präsens

In russischen Fragen wird das Verb „sein“ im Präsens weggelassen, was die Struktur vereinfacht, z. B.:

  • Deutsch: „Was ist das?“
  • Russisch: Что это? (wörtlich: „Was das?“) 2, 8.

Im Deutschen ist das Verb „sein“ obligatorisch.

Zusammenfassung

Die russischen Fragewörter sind stärker mit den grammatischen Fällen verbunden und unterscheiden zwischen belebten und unbelebten Substantiven, was im Deutschen nicht der Fall ist. Außerdem erlaubt das Russische eine flexiblere Wortstellung und hat eine größere Vielfalt an spezifischen Fragewörtern. Die Unterschiede spiegeln die unterschiedlichen grammatischen Strukturen und Sprachlogiken wider.

Verweise

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