Welche häufigen Fehler machen Englischlerner beim Schreiben
Englischlernende machen beim Schreiben häufig die folgenden Fehler:
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Satzfragmente: Unvollständige Sätze ohne Subjekt oder Verb, z.B. “Hoping to get a raise.” statt “I am hoping to get a raise.” 1
Diese Fragmente entstehen häufig, wenn Lernende versuchen, Gedanken schnell niederzuschreiben, ohne vollständige Satzstrukturen zu beachten. Ein Satz benötigt mindestens ein Subjekt und ein Prädikat, damit er als vollständiger Satz gilt. -
Fehlende Übereinstimmung zwischen Subjekt und Verb, z.B. “She have a dog” statt “She has a dog.” Besonders schwierig bei Sammelbegriffen wie family oder team. 1
Hierbei ist die Kongruenz zwischen Subjekt und Verb entscheidend. Bei Singular-Subjekten wird ein Verb in der Einzahl gebraucht, bei Plural-Subjekten die Mehrzahlform. Sammelbegriffe können je nach Kontext entweder Singular oder Plural verlangen („The team is winning“ vs. „The team are wearing their new jerseys“). -
Falsche Verwendung von Präpositionen (z.B. “waiting on the bus stop” statt “waiting at the bus stop”). 1
Präpositionen sind ein klassisches Problem, da ihre Anwendung meist nicht direkt aus der Muttersprache übersetzt werden kann. „At“ deutet hier einen konkreten Ort an, während „on“ sich eher auf eine Oberfläche bezieht. -
Verwechslung von ähnlichen Wörtern wie “than” und “then” oder “its” und “it’s”. 8, 1
Diese Wörter werden oft verwechselt, da sie ähnlich klingen oder aussehen, aber unterschiedliche Funktionen haben: „than“ wird für Vergleiche genutzt, „then“ für Zeitangaben; „its“ zeigt Besitz an, „it’s“ ist die Kurzform von „it is“. -
Falsche Wortstellung, insbesondere bei Adjektiven (Adjektive stehen im Englischen vor dem Substantiv). 7
Anders als im Deutschen, wo Adjektive oft nachgestellt werden können („ein Haus groß“ klingt falsch), steht im Englischen das Adjektiv immer vor dem Nomen: “a big house”, nicht „a house big“. Häufig werden auch mehrere Adjektive kombiniert, hier gilt eine feste Reihenfolge (z.B. opinion, size, age, color). -
Rechtschreibfehler, z.B. schwierige Wörter wie “definitely” oder “separate”. 5
Die englische Rechtschreibung folgt nicht immer klaren Regeln, wodurch besonders Wörter mit Doppelbuchstaben oder ungewöhnlichen Laut-Buchstaben-Zuordnungen problematisch sind. Systematisches Üben und Merkhilfen helfen, diese Fehler zu reduzieren. -
Verwechslungen von Homophonen wie “your” / “you’re” oder “their” / “there” / “they’re”. 8
Diese Wörter klingen gleich, haben aber verschiedene Bedeutungen und Funktionen. Fehler entstehen oft durch fehlende Unterscheidung im Lautbild oder durch fehlendes Verständnis der grammatikalischen Struktur. -
Fehler bei der Anwendung der Zeitformen, z.B. Present Perfect und Simple Past. 2
Das Englische kennt Zeitformen, die in vielen anderen Sprachen so nicht existieren. So wird das Present Perfect verwendet, um Erfahrungen oder vergangene Ereignisse mit Bezug zur Gegenwart auszudrücken („I have visited London“), während Simple Past reine Vergangenheitszeitpunkte beschreibt („I visited London last year“). Diese Unterscheidung ist für Lerner oft schwierig und führt zu Fehlern.
Weitere häufige Fehlerquellen beim Schreiben auf Englisch
Umgang mit Artikeln: “a”, “an” und “the”
Viele Englischlerner haben Schwierigkeiten mit der korrekten Verwendung von unbestimmten (a, an) und bestimmten Artikeln (the). Im Deutschen gibt es zwar ebenfalls Artikel, aber ihre Anwendung unterscheidet sich teilweise deutlich.
- “a/an” wird verwendet, wenn etwas zum ersten Mal genannt wird oder unbestimmt ist, z.B. „I saw a cat.“
- “the” wird verwendet, wenn etwas schon bekannt ist oder einzigartig ist, z.B. „The cat I saw yesterday was black.“
Das Weglassen oder falsche Setzen dieser Artikel kann den Sinn eines Satzes verändern.
Fehler bei der Groß- und Kleinschreibung
Englische Substantive werden im Gegensatz zum Deutschen nicht großgeschrieben, außer bei Eigennamen oder Satzanfängen. Häufig schreiben Lernende jedoch Substantive unnötigerweise groß, was den Text unnatürlich wirken lässt: z.B. „I like the Dog.“ statt „I like the dog.“
Schwierigkeiten mit Modalverben
Modalverben (can, could, may, might, must, shall, should, will, would) werden oft falsch gebraucht oder weggelassen. Besonders der Unterschied zwischen „must“ (Notwendigkeit) und „have to“ (Pflicht) sowie die richtige Form im Negativ und Fragenbereichen führt zu Fehlern, z.B.:
- Falsch: „She mustn’t to go.“
- Richtig: „She mustn’t go.“ oder „She doesn’t have to go.“
Übermäßiger Gebrauch von direkten Übersetzungen
Viele Fehler entstehen, wenn Lerner versuchen, Wörter oder Satzstrukturen direkt aus ihrer Muttersprache ins Englische zu übersetzen. Das führt zu „falschen Freunden“ (false friends) oder Satzstellungen, die im Englischen ungewöhnlich oder falsch sind.
Tipps zur Vermeidung typischer Fehler
Eine systematische Herangehensweise beim Schreiben hilft, diese Fehlerquellen besser zu kontrollieren:
- Schreiben in einfachen, klaren Sätzen: Kurze Sätze sind weniger fehleranfällig.
- Regelmäßiges Korrekturlesen: Auch das laute Vorlesen kann helfen, Fehler zu entdecken.
- Nutzung von Korrekturtools und Feedback: Automatisierte Tools und Muttersprachler-Feedback ergänzen das eigene Verständnis.
- Gezieltes Üben schwieriger Bereiche: Zeitformen, Präpositionen und Artikel sind Themen, die wiederholt geübt werden sollten.